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In fast allen OWL-Kreisen kann spätestens ab Sonntag wieder draußen gegessen und getrunken werden – außer im Kreis Gütersloh und in Bielefeld

Startschuss für die Außengastronomie

Bielefeld/Paderborn

Nordrhein-Westfalen geht als geteiltes Land in das Pfingstwochenende. In gut der Hälfte aller kreisfreien Städte und Kreise des Landes ist die Öffnung der Außengastronomie möglich – so wie in fast allen Kreisen in OWL. Ausgenommen sind Bielefeld und der Kreis Gütersloh.

dpa/WB 

Auch wenn das Wetter nicht so ganz mitspielt: Am Pfingstwochenende kann in vielen Städten und Kreisen in NRW die Außengastronomie wieder öffnen. Foto: Axel Heimken/dpa

In vielen Kreisen und kreisfreien Städten gelten die Regelungen der Bundes-Notbremse nicht mehr, weil die Sieben-Tage-Inzidenz seit Tagen stabil unter der Marke von 100 liegt. In Ostwestfalen-Lippe gilt dies ab diesem Samstag im Kreis Paderborn und ab Pfingstsonntag im Kreis Minden-Lübbecke.

Im Kreis Herford und im Kreis Lippe wurden die Corona-Maßnahmen bereits am Freitag gelockert. Und im Kreis Höxter hatten bereits am vergangenen Samstag,15. Mai, erste Betreiber ihre Außengastronomie geöffnet.

Im Kreis Gütersloh könnte dies möglicherweise nach Pfingsten der Fall sein, wenn der Inzidenzwert fünf Werktage in Folge unter 100 bleibt. In Bielefeld liegt die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin über der 100er-Marke.

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen gelten seit Freitag beispielsweise auch für die Düsseldorfer Altstadt und in Städten wie Essen, Oberhausen und Mönchengladbach. Überall gilt: Zugang bekommt jedoch nur, wer ein negatives Schnelltestergebnis vorlegen kann oder vollständig geimpft oder genesen ist.

Wetter spielt nicht mit

In einigen Städten wie Münster dürfen die Gaststättenbetreiber seit Freitag sogar wieder Gäste im Innenbereich bewirten. Allerdings spielt das Wetter zunächst wohl nicht mit. Die Meteorologen sagen ein wechselhaftes Pfingstwochenende voraus . „Nach einem recht regnerischen Samstag müssen wir auch am Sonntag noch mit Schauern rechnen“, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag in Essen. Bei Höchstwerten bis 17 Grad gebe es aber auch immer wieder mal sonnige Abschnitte. „Zumindest für einen Spaziergang ohne Regenschirm könnte das reichen.“

Der Pfingstmontag beginnt laut DWD-Prognose relativ trocken. In der zweiten Tageshälfte ziehen dann neue Schauer auf, örtlich sind auch Gewitter möglich. „Außerdem wird es am Montag deutlich windiger als am Sonntag“, sagte die Meteorologin. Die Temperaturen erreichen 15 bis 17 Grad.

Dehoga: „Aufwand zu groß“

Der Gaststättenverband Dehoga geht davon aus, dass nur etwa ein gutes Drittel der Gastronomen von der Öffnungsmöglichkeit Gebrauch machen wird. Der Aufwand sei zu groß, der Betrieb für viele unwirtschaftlich. „Wieder Gäste zu haben, tut der Seele gut“, sagte der Inhaber des Gasthauses Stuhlmacher in Münster. Wirtschaftlich lohne sich die Bewirtung ausschließlich draußen zwar nicht. Dennoch habe auch er zunächst mit der Außengastronomie begonnen. „Jeder Schritt der Öffnung ist positiv - und dass es nicht zu 100 Prozent wieder losgeht, war allen klar.“

Im Innenbereich der Traditionsgaststätte am Prinzipalmarkt müssen die Sitzplätze wegen der Abstandsregeln von 180 auf etwa 100 reduziert werden. Am Tresen dürften nun nicht mehr 20 bis 30 Menschen im Stehen etwas trinken, sondern nur acht. Draußen gibt es 90 Sitzplätze. Drei zusätzliche Mitarbeiter sind demnach nötig, um die Gäste zu empfangen, ihre Impfausweise und Testergebnisse zu kontrollieren, sie zu den Tischen zu bringen und die Tische zu desinfizieren. Das seien erhebliche Mehrkosten, beklagt der Inhaber Franz-Ludwig Feldhaus.

Wo die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen stabil unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt, können auch Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze unter Auflagen wieder öffnen.

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