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Zweite Fahrrad-Demonstration für Hochborde in Steinhagen: Die gut 60 Teilnehmer müssen einmal mehr starke Nerven beweisen

Stau, ein Unfall und viel Rücksichtslosigkeit

Steinhagen

Ihre beabsichtigte Wirkung zeigte Steinhagens zweite große Fahrrad-Demonstration auf der Bielefelder und Woerdener Straße schon kurz nach dem Auftakt: Gleich in den ersten Minuten wurde es brenzlig, weil voll, eng – und nach einer Viertelstunde auch noch ein Verkehrsunfall „umfahren“ werden musste. Der gesamte Verkehr kam ins Stocken und letztlich zum Stehen. Das verdeutlicht den Sinn der Forderung nach Hochborden für Radfahrer.

Von Volker Hagemann

Diese gefährliche Situation gibt es mehrfach auf der Bielefelder Straße: Würden Radfahrer künftig die Straße mitbenutzen müssen, könnten andere Verkehrsteilnehmer oft kaum den erforderlichen Seitenabstand von 1,50 Metern einhalten.Auch Ex-Bürgermeister Klaus Besser trat am Donnerstagnachmittag mit in die Pedale.Stau, fast schon wie am Kamener Kreuz: Nahe der Osterfeldstraße ist ein sicheres Überholen ohne Hochbord kaum möglich. Foto: Volker Hagemann

Darüber hinaus bekamen die Radfahrer auf der Fahrbahn das volle Programm hautnah zu spüren: seitlich zu eng überholende Fahrzeuge, reichlich Abgase und teils Pöbelei. Mehr als 60 Teilnehmer, etwas weniger als im Oktober, waren am Donnerstag auf Fahrrädern unterwegs – um die Gefahr zu verdeutlichen, die die Planung des Landesbetriebs Straßenbau NRW mit sich brächte: Fordern Bürger, Politiker und Verwaltung seit Jahren, im Zuge der Sanierung der Bielefelder Straße den Radverkehr auf dem Hochbord zu führen, so beabsichtigt Straßen NRW, die Fahrradfahrer auf der vielbefahrenen Bielefelder Straße lediglich auf markierten Schutzstreifen zu führen. Und damit gefährlich dicht – zu dicht – an Pkw und Lkw, wie Horst Remer erklärt, Organisator der Fahrrad-Demo. „Straßen NRW bevorzugt leider die kostengünstigste Lösung“, sagt er. „Neben der Gefährdung der Radfahrer bedeutet das auch eine Behinderung des motorisierten Verkehrs“, macht Remer klar, dass die Demo ausdrücklich den Interessen aller Verkehrsteilnehmer gilt.

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