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Aktion Stadt- und Schulradeln: drei Wochen in die Pedale getreten, 60.000 Kilometer zurückgelegt und viel CO2 eingespart

Stemwede ist fleißigste Radfahrerkommune

Stemwede

„Eine Aktion mit ganz vielen Gewinnern, allen voran das Klima!“ So lautet das Fazit von Jörg Bartel aus dem Verwaltungsvorstand der Gemeinde Stemwede.

Kleine Anerkennung von der Gemeinde Stemwede: Jörg Bartel aus dem Verwaltungsvorstand (6. v. rechts) und der Mobilitätsbeauftragte Manfred Südmeyer (rechts) überreichten Präsente an das Team der Stemweder-Berg-Schule, das fleißigste Team und den fleißigsten Radler. Schulleiterin Heike Hachmann (4. v. rechts) und Lehrer Ulrich Nimbs (links), Marco Israel (5. v. rechts) und Reinhold Struckmann (RSC Niedermehnen, 2. v. rechts) nahmen die Anerkennungen entgegen. Foto: Gemeinde Stemwede

Bartel hatte auch in diesem Jahr die Radfahraktion für Stemwede initiiert – mit großem Erfolg. So wurden in der Gemeinde im dreiwöchigen Aktionszeitraum mehr als 60.000 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt. Stemwede war damit im Mühlenkreis die fleißigste Kommune auf dem Rad.

Jörg Bartel hatte in den drei Wochen bis zum 5. Juni sogar komplett auf andere Verkehrsmittel außer sein Fahrrad verzichtet. Mit 1989 zurückgelegten Kilometern fehlten am Ende gerade Mal 11 Kilometer zur 2000er-Marke. Diese knackte allerdings Marco Israel aus Drohne, der beim Stadtradeln auf stolze 2317 Kilometer kam und dafür von der Gemeinde Stemwede auch mit einem kleinen Geschenk geehrt wurde.

Sie alle haben Kilometer für das Klima gesammelt: einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Stadtradelns in Stemwede. Jörg Bartel (4. v. rechts) und Manfred Südmeyer (li.) überreichten im Namen der Gemeinde Stemwede kleine Anerkennungen an das Team der Stemweder-Berg-Schule, Schulleiterin Heike Hachmann (3. v. rechts), Lehrerin Edda Graue (7. v. links) und Lehrer Ulrich Nimbs (6. v. links), an Marco Israel (2. v. rechts, er fuhr in 3 Wochen mehr als 2000 Kilometer mit dem Rad) und an das fleißigste Team, den RSC Niedermehnen (Reinhold Struckmann, 6. v. rechts). Foto: Gemeinde Stemwede

Doch dieser Erfolg ist nicht das einzige Ausrufezeichen. Im kreisweiten Vergleich der kommunalen Verwaltungen triumphierte ebenfalls Stemwede. Jörg Bartel und 16 weitere Radler aus dem Team „Amtshaus“ legten nicht nur die meisten Kilometer pro Kopf zurück (701 Kilometer pro Kopf/ 11.909 Kilometer insgesamt), sondern sparten mit 1751 kg auch besonders viel CO2 ein.

Innerhalb der Gemeinde gab es aber ein Team, das gemeinsam noch mehr Kilometer auf die Straßen und Radwege brachte. Die Fahrerinnen und Fahrer des RSC Niedermehnen sammelten 13.655 Kilometer auf ihrem Teamkonto und bekamen dafür ebenfalls eine kleine Anerkennung von der Gemeinde. „Mich freut vor allem, dass wir in Stemwede so viele für die Aktion und das Radfahren begeistern konnten. Ich bin mir sicher, dass einige auf den Geschmack gekommen sind und künftig häufiger mal das Fahrrad nehmen werden“, sagte Bartel. 18 Teams mit insgesamt 262 Radfahrern hatten sich für die Aktion in Stemwede angemeldet. Im Jahr davor waren es noch 166 weniger.

Auch aus Sicht der Stemweder-Berg-Schule war die Aktion ein voller Erfolg. „31 Schüler sind mitgefahren, plus Eltern und Lehrer. So kamen wir am Ende zusammen auf fast 8500 Kilometer“, berichtete Ulrich Nimbs, der didaktische Leiter der Schule, nicht ohne Stolz.

Hervorzuheben ist auch noch einmal das Finale der Radfahraktion. Am 5. Juni hatte es mit dem „Pandemiathlon“ in Stemwede einen großen Bewegungstag gegeben. Rund 150 Personen hatten sich daran beteiligt und mit dem Rad einen 200-Kilometer-Rundkurs zurückgelegt oder am 100-Kilometer-Staffellauf durch alle 13 Stemweder Ortsteile teilgenommen. „Ich bin nach wie vor begeistert davon, was an diesem Tag bei uns in Stemwede los war. Großes Lob an alle, die mitgemacht haben, sowohl sportlich als auch mit Spendengeldern,“ sagte Jörg Bartel.

Insgesamt wurden durch Benefiz-Startgelder und durch die Unterstützung von Westenergie, der Volksbank Lübbecker Land und dem E-Center Hartmann in Levern fast 5000 Euro gesammelt. „Diese Geld geht an das Life House in Wehdem sowie an die Aktion ‚Kilometer für Kinder‘, die die Deutsche Kinderkrebsstiftung unterstützt,“ freute sich Bartel. Schon jetzt steht fest: Stemwede wird auch 2022 beim Stadtradeln im Sattel sitzen.

Beim Schulradeln wurden die fahrradaktivsten Klassen und Schulen des Stadtradelns gesucht. „Für unsere Schüler war diese Aktion eine willkommene Ablenkung. Sie mussten lange alleine zuhause sitzen und sind so endlich mal wieder in Bewegung gekommen“, freute sich Ulrich Nimbs. Der didaktische Leiter hatte auch Eltern und Kollegen für die Radfahraktion begeistern können – insgesamt 57 Personen. Das Klima zu schonen und Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen, anstatt mit dem Auto oder Bus, passt zudem ins Leitbild der Stemweder-Berg-Schule. „Wir sind ausgewiesene Naturparkschule und engagieren uns deshalb auf verschiedenste Art und Weise in nachhaltigen Projekten. Das Schulradeln passt da haargenau zu uns“, sagte Ulrich Nimbs, der auch schon in Aussicht stellte, 2022 wieder dabei zu sein.

Um die Leistungen zu würdigen, wurden auch unter allen Teilnehmern des Stadt- und Schulradelns zahlreiche Preise verlost. Der Fahrradshop Siekermann aus Wehdem, Fahrrad Lohmeier aus Lashorst sowie das Fahrradhaus Lilier aus Bad Essen hatten dafür Fahrradhelme, Fahrradschlösser oder auch LED-Lichter zur Verfügung gestellt.

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