E-Mobilität, nachwachsende Rohstoffe und Photovoltaik – Paul Peters stellt sich im Stemweder Betriebsausschuss vor

Stemwede treibt den Klimaschutz voran

Stemwede

„Drüber reden und auch machen“ – das ist das Motto des Stemweder Gemeinderates und der Verwaltung beim Thema Klimaschutz.

Auf dem ehemaligen Verwaltungsgebäude in Levern wurde im Zuge des Umbaus zur Kita das Dach mit Photovoltaik versehen. Foto:

So hat man sich in Stemwede auf die Fahnen geschrieben, aktiv verschiedene Themen und Handlungsfelder zu bearbeiten, die auf kommunaler Ebene dem Pariser Klimaabkommen der Weltgemeinschaft in die Karten spielen“, sagt Jan-Philipp Ehlers, bei der Gemeindeverwaltung zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

„Nicht reagieren, sondern agieren. Das ist auch hierbei unser Ansinnen“, fügt Bürgermeister Kai Abruszat hinzu. Er freut sich, dass sich die Verwaltung beim Klimaschutz auch personell neu aufstellen konnte. Zusammen mit der Gemeinde Hille und mit Unterstützung vom Bund teilt man sich in Stemwede die Stelle eines Klimaschutzmanagers.

Paul Peters besetzt diese Stelle und hat – als eine seiner ersten Amtshandlungen, Eckpunkte eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes ausgearbeitet. Peters stellte es am Mittwoch im Betriebsausschuss der Gemeinde vor. Konkret geht es um eine ganze Reihe von Maßnahmen, die strategisch auf die Einhaltung der Klimaziele zur Verringerung der Erderwärmung abzielen und die vor allem möglichst pragmatisch umgesetzt werden sollen. Beispielsweise, wenn es um die Planung von Ladestationen beim Thema E-Mobilität geht, die verstärkte Berücksichtigung von nachwachsenden Rohstoffen bei Bauprojekten, oder auch die Begrünung von gemeindlichen Dachflächen sowie die dortige In­stallation von Photovoltaikanlagen.

Paul Peters ist Klimaschutzbeauftragter der Gemeinden Stemwede und Hille. Foto: Gemeinde Stemwede

Letzteres ist gerade erst beim Umbau des alten Verwaltungsgebäudes zur Kindertagesstätte in Levern passiert. „Wir wollen auch CO2-Emissionen einsparen indem die gemeindeeigenen Gebäude energetisch modernisiert werden. Aber wir wollen auch die Bürger im Umgang mit Energie sensibilisieren“, sagt Peters.

Bürgermeister Kai Abruszat ist wichtig, dass man beim Thema Klimaschutz immer auf der Höhe ist und zum Beispiel auch Fördermöglichkeiten im Blick behält und ausschöpfen kann. „Es geht darum, einen Schritt voraus zu sein und nicht hinterherzuhinken.“ Dazu passt, dass es neben einem Klimaschutzmanager seit kurzem auch einen Mobilitätsbeauftragten innerhalb der Stemweder Verwaltung gibt, der sich unter anderem um das Thema E-Mobilität in der Gemeinde kümmert.

Gesenhues: „Stemwede hat für Städte zu liefern“

Einer der Eckpunkte im Klimaschutzkonzept ist zudem die Dokumentation der umgesetzten Maßnahmen und deren Ziele, beispielsweise die Messung von eingesparter Energie oder auch der Anteil erneuerbarer Energien. In diesem Zusammenhang wird Bürgermeister Kai Abruszat nicht müde zu betonen, dass Stemwede auf diesem Gebiet schon überaus vorbildlich unterwegs sei. So würden bereits jetzt 97 Prozent des in Stemwede anfallenden Strombedarfs durch regenerative Energie gedeckt, die auf Stemweder Gemeindegebiet erzeugt werde. NRW-weit liege diese Quote bei nicht einmal 20 Prozent.Uta Gesenhues (Bündnis 90/Grüne) vertrat in der Betriebsausschusssitzung allerdings die Meinung, dass die Gemeinde Stemwede „ihren Anteil noch nicht erledigt hat“. Stemwede sei nicht nur verantwortlich für die landwirtschaftliche Versorgung der Städte, sondern als ländliche Gemeinde auch für die energetische Versorgung der Städte. Schließlich halte die Gemeinde die dafür benötigten Flächen vor, die keineswegs nur für die eigene Versorgung mit Strom dienen dürften.

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