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Der Arbeitskreis „Blumen für Stukenbrock“ bezieht Stellung zum Ukraine-Konflikt

Stimme der Vernunft gefragt

Schloß Holte-Stukenbrock

Der Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock ist besorgt über die wachsende Kriegsgefahr an der ukrainisch-russischen Grenze. Das hat der Vorsitzende des Arbeitskreises, Hubert Kniesburges, mitgeteilt.

Vorsitzender Hubert Kniesburges (rechts) bezieht im Namen des Arbeitskreises Blumen für Stukenbrock Stellung zum Ukraine-Konflikt. Foto: Monika Schönfeld

„Seit Wochen nehmen die Nato und ihre Verbündeten, unterstützt von zahlreichen Medien, die aus friedenspolitischer Sicht kritikwürdigen Manöver der russischen Armee auf russischem Territorium zum Anlass, über einen drohenden Überfall Russlands auf die Ukraine zu spekulieren und Maßnahmen gegen Russland zu fordern“, so Kniesburges. Die Bundesregierung habe ihre Haltung zu dem Konflikt festgelegt. Sie sehe Wladimir Putin in der Rolle des kriegstreibenden Aggressors. „Relativierende, andere Einschätzungen sind da nicht erwünscht. Etwa die Einschätzung von Vizeadmiral Schönbach, der sich kritisch mit dem aktuellen Waffengeklirr in einem Vortrag beschäftigte und dafür seinen Rücktritt einreichen musste. Solche Stimmen der Vernunft wie diese sind jetzt wichtig und gefragt, denn es geht schließlich um Krieg oder Frieden. Schon in den 1970er-Jahren setzte sich in weiten Kreisen durch, dass Sicherheit in Europa nur mit Russland, beziehungsweise der damaligen UdSSR zu gewährleisten ist. Die Sicherheitsinteressen Russlands dürfen nie ignoriert werden.“

Die Ausdehnung der Nato nach Osten, jetzt die Waffenlieferungen an die Ukraine, die Nato-Manöver vor den russischen Grenzen, im Mittelmeer, der Ostsee und im Schwarzen Meer sowie wirtschaftliche und politische Sanktionen seien der falsche Weg. Dieser Weg schaffe keinen Frieden.

„Es ist dem ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat zuzustimmen, der sich jüngst wie folgt äußerte: Es könne nicht sein, dass wir immer nur vom Krieg reden und nicht darüber, wie ein Krieg verhindert werden kann. Weitere ehemalige Bundeswehrgeneräle, darunter Klaus Naumann fordern jetzt, die Eskalationsspirale zu durchbrechen.“

Jetzt seien alle aufgefordert, die Mahnung von Stukenbrock, dem Ort, an dem rund 65.000 sowjetische Kriegsgefangene in der Zeit von 1941 bis 1945 zu Tode gequält wurden, zu beherzigen und alles zu tun, „damit Frieden bleibt, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern“.

„Russland ist nicht unser Feind. Verhandeln über eine dauerhafte Friedenssicherung in Europa ist jetzt das Gebot der Stunde. Hier erwarten wir Initiativen der Bundesregierung zur Entspannung der Lage. Vergessen wir nicht: 27 Millionen Menschen der ehemaligen UdSSR verloren ihr Leben in dem von Deutschland verursachten und begonnen Zweiten Weltkrieg“, so Kniesburges.

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