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Taten eines Delbrückers sind nicht schwerwiegend genug für eine Unterbringung in der Psychiatrie

Stimme gehört und Tür mit Flex geöffnet

Delbrück/Paderborn

Ein Delbrücker, der vermeintliche Hilferufe aus der Nachbarwohnung gehört und die Wohnungstür mit einer Flex geöffnet hatte, obwohl niemand in Not war, muss nicht in die Psychiatrie. Das hat das Landgericht Paderborn entschieden.

Von Ulrich Pfaff

Symbolfoto Foto: dpa

Es ist eine bizarre Situation: Ein Mann hört die Hilferufe einer Frau in der Nachbarwohnung und will ihr zu Hilfe kommen. Nicht direkt dafür landet er vor Gericht, sondern eher für die Art, wie: Der Delbrücker benutzte seine Flex, um die Tür zu öffnen. Ausdruck einer psychischen Erkrankung, ebenso wie die Stimme, die nur in seinem Kopf existierte. So hatte das Landgericht denn auch gar nicht über eine Strafe zu entscheiden, sondern darüber, ob der 62-Jährige in die Psychiatrie muss.

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