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Mini-Fahrer aus Bünde will sich der Kontrolle entziehen

Stopp-Kelle der Polizei abgefahren

Bünde

Das ist schon ziemlich dreist: Anstatt bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle der Polizei seinen Wagen anzuhalten, raste ein 29-jähriger Bünder mit seinem Mini einfach weiter – und zerstörte dabei sogar die Stopp-Kelle der Beamten. Weit kam der offensichtlich stockbetrunkene Verkehrssünder allerdings nicht.

Von Daniel Salmon

Symbolfoto. Foto: Kai Remmers

Sonntagnacht, 1 Uhr: In Höhe des Autohauses Senger an der Herforder Straße haben mehrere Polizisten eine Kontrollstelle eingerichtet. Ihre Aufgabe: Sie sollen überprüfen, ob Autofahrer, die zu so später Stunde noch unterwegs sind, eventuell Alkohol im Blut oder Drogen konsumiert haben.

Plötzlich nähert sich dem Kontrollpunkt aus Richtung der A30-Anschlussstellen ein Wagen, der mit „augenscheinlich überhöhter Geschwindigkeit“ unterwegs ist. Mit einer Verkehrskelle und einer Taschenlampe geben die Beamten dem Fahrer zu verstehen, dass er anhalten soll. Doch das hat der Mann nicht vor. „Der Fahrer missachtete die Anhaltezeichen und setzte seine Fahrt ohne die Geschwindigkeit zu reduzieren fort. Als sich der BMW Mini in Höhe des Beamten mit der Kelle befand, war der Abstand zum Kollegen so gering, dass der Anhaltestab gegen den Wagen schlug und vollständig zerbrach“, schildert Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier.

Der Mini rast weiter in Richtung Bünder Innenstadt, die Polizisten fackeln nicht lange, nehmen mit ihrem Streifenwagen die Verfolgung auf. Dabei beobachten sie, wie der Bünder die Ampelkreuzung Herforder Straße/Weseler Straße bei Rotlicht überquert. Letztlich können die Ordnungshüter den Mini einholen und im Bereich der Einmündung zur Feldstraße stoppen.

Bei der anschließenden Überprüfung des Fahrers bemerken die Polizisten, dass der 29-Jährige deutlich unter dem Einfluss von Alkohol steht. Ihm wird auf der Wache eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein sichergestellt. Zur Verhinderung weiterer Straftaten und Ordnungswidrigkeiten wird der Bünder vorläufig in Gewahrsam genommen.

Für seine nächtliche Tempo-Fahrt durch die Stadt erwarten den Mann nun verschiedene Anzeigen. Den Wert des völlig zerstörten Anhaltestabs beziffert die Polizei auf rund 400 Euro.

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