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22 Euro mehr in Bielefeld – nur in Paderborn wird es billiger

Studentenbuden in westfälischen Uni-Städten werden  teurer

Bielefeld/Paderborn

Beim Start in das neue Semester in wenigen Wochen kommt auf Studierende in Deutschland eine deutliche Mietsteigerung zu. Mit durchschnittlich 435 Euro pro Monat zahlen junge Menschen für ein WG-Zimmer 44 Euro pro Monat mehr als noch vor einem Jahr.

Von Luca Bramhoff

Zwei Studentinnen lernen zusammen. Foto: imago

Die Zunahme ist eines der Untersuchungsergebnisse des Moses-Mendelssohn-Instituts (MMI) in Kooperation mit dem Immobilienportal wg-gesucht.de und dem Projektentwickler GBI.

Auch die westfälischen Universitätsstädte bilden da keine Ausnahme. In Münster ist der Preisanstieg am deutlichsten zu spüren. Hier lag die Durchschnittsmiete für ein WG-Zimmer im vergangenen Jahr noch bei 360 Euro – jetzt müssen Studenten im Schnitt 415 Euro zahlen.

322 Euro müssen Wohnungssuchende nun in Bielefeld einplanen. Im Vorjahr waren es 300 Euro. Nur Paderborn schwimmt als eine der wenigen Städte gegen den Strom. Laut Studie kostet ein WG-Zimmer hier im Schnitt bloß 311 Euro. Das sind sogar 9 Euro weniger als noch im Vorjahr. Auch im Umland gehen die WG-Mieten aufwärts. So stieg in Osnabrück die durchschnittliche Zimmermiete von 310 Euro im vergangenen Jahr auf jetzt 352 Euro.

Längeres Studium wegen Corona

Dr. Stefan Brauckmann, Geschäftsführender Direktor am MMI, erklärt die starken Preissteigerungen mit Nachholeffekten. Schon Anfang des Jahres habe es Anzeichen dafür gegeben, dass der Markt „erheblich in Bewegung gerät“. Studierende holten Umzüge nach, die sie wegen der Pandemie auf Eis gelegt hätten, andere verlängerten wegen der Corona-Ausfälle ihr Studium. Außerdem ziehen laut Studie immer mehr Menschen in die Großstädte. Das treibe den Preis zusätzlich in die Höhe.

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) sprach von einem „Alarmsignal“ und forderte die Bundesregierung zu einer raschen weiteren Erhöhung der Bafög-Sätze auf. Die zum Wintersemester greifende Erhöhung um 5,75 Prozent sei von der Inflation bereits „einkassiert“, und die durchschnittliche Miete für ein WG-Zimmer liege in den meisten Hochschulstädten über der Wohnkostenpauschale von derzeit 360 Euro.

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