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Oetker-Gruppe schützt Namen – Geschwister verlegen Firmensitz in Bielefeld

Teilung kommt voran

Bielefeld

Die bis zum Jahresende geplante Aufspaltung des Bielefelder Oetker-Konzerns unter den zwei Gruppen der Gesellschafterfamilie macht auf mehreren Ebenen Fortschritte. Das Bundeskartellamt hat die kartellrechtliche Freigabe der Realteilung zwischenzeitlich erteilt.

Von Oliver Horst

Der Oetker-Konzernsitz an der Lutterstraße in Bielefeld. Foto: Thomas F. Starke Foto: Foto: Thomas F. Starke

Derweil haben die drei jüngsten Geschwister Alfred (54), Carl Ferdinand (49) und Julia Johanna Oetker (42) den Sitz ihrer Geschwister Oetker Beteiligungen KG verlegt – von der Konzernzentrale an der Lutterstraße an den Stammsitz der Familie in Bielefeld-Senne. Dort lebt auch deren Mutter Maja Oetker, die dritte Ehefrau des 2007 verstorbenen Patriarchen Rudolf-August Oetker. Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG soll unter anderem die Sektkellerei Henkell übernehmen, die Backmittelfirma Martin Braun, die Chemische Fabrik Budenheim sowie die Hotel-Management-Gesellschaft, zwei Hotels und die Kunstsammlung der Rudolf-August Oetker GmbH. Zum Prokuristen der KG ist Budenheim-Chef Harald Schaub ernannt worden. Mittel- bis langfristig soll der Sitz der Gesellschaft außerhalb Bielefelds angesiedelt werden, heißt es.

Die Familienstämme aus der ersten und zweiten Ehe Rudolf-August Oetkers führen die Geschäfte allen voran des Nahrungsmittelherstellers Dr. Oetker und der Braugruppe Radeberger unter dem Dach der Oetker-Gruppe fort. Für die Wort- und Bildmarke „Oetker-Gruppe“ ist am 24. Juli Schutz beim Deutschen Patent- und Markenamt beantragt worden – zwei Tage nach Verkündung der Spaltung des Familienkonzerns.

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