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Katholikentag 2018

So fällt die Zwischenbilanz aus

Münster

Sonniges Wetter, volle Hallen, gelöste Stimmung: Der Katholikentag steuerte am Freitag bei den Publikumsströmen hier und da etwas nach und richtete Außenübertragungen ein. Großes Interesse besteht bislang auch am Dialog der Religionen in einer Phase weltpolitischer Instabilität.

Johannes Loy

Am Freitag wurde in einer Pressekonferenz eine erste Zwischenbilanz zum Katholikentag 2018 in Münster gezogen. Foto: Gunnar A. Pier

Stefan Vesper, Generalsekretär der Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zeigt sich gelöst. Gegenüber unserer Zeitung spricht er von einem bislang gelungenen Katholikentag in Münster und sieht dies vor allem begründet in der starken Präsenz des Gastgeberbistums selbst. Auftakt, Abend der Begegnung, Riesenkonzert der Chöre: An Zuspruch mangelte es nicht. Vesper wirkt mehr als zufrieden. Münster scheint ein gutes Plätzchen für Katholikentag zu sein.

"Hier und da mussten wir nachsteuern", meinte Katholikentags-Geschäftsführer Roland Vilsmaier am Freitagmittag in der Zwischenbilanz-Pressekonferenz. Da, wo Hallen und Räume überfüllt waren, wurden dann schnell noch Übertragungen nach draußen eingerichtet.

Einige Beschwerden

Einige Klagen gab es in der Innenstadt am Feiertag Christi Himmelfahrt darüber, dass doch die Verköstigung der Katholikentagsgäste nicht reibungslos und zügig gelang. Wer da etwas zu beißen suchte, der musste entweder Schlange stehen oder auch mit dem Hinweis "Wir sind ausverkauft" von dannen ziehen. Das dürfte sich am heutigen Freitag bei gutem Wetter und offenen Geschäften ganz anders darstellen. Heute präsentiert sich auch die Kirchenmeile mit den Zelten vor dem Schloss freundlicher. Am Feiertag herrschte dort nach Regen und Pfützenbildung zumindest rein optisch eher Tristesse.

Journalistische Beobachter deuten darauf hin, dass die politische Weltlage momentan auch bestimmte, früher vielleicht als Routine empfundene Themen des Katholikentages anschiebt und das Interesse der Gäste weckt. So steht gerade der jüdisch-christlich-islamische Trialog unter einer besonderen Beobachtung der Katholikentagsteilnehmer. "Da geht es nicht um einen versöhnenden Synkretismus oder um ein diplomatisches Gespräch", sagt Gabriele Erpenbeck, die diese Gesprächskreise seit Jahren für das Zentralkomitee organisiert. "Es ist uns ein Bedürfnis und es ist eine Bedingung für Frieden." Dieses Gespräch sei, wie Papst Franziskus es einmal formuliert habe, "ein Dialog des Lebens".

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