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Sieg gegen den Franzosen Lucas Pouille

Mayer kämpft sich in Halle durch

Halle (dpa). Titelverteidiger Florian Mayer hat beim Tennis-Turnier in Halle mit einer Energieleistung das Viertelfinale erreicht. Der 33 Jahre alte Bayreuther setzte sich bei den Gerry Weber Open am Donnerstag trotz großer Hitze gegen den Franzosen Lucas Pouille mit 6:7 (6:8), 6:4, 6:3 durch.

Florian Mayer. Foto: dpa

Mayer verwandelte gegen den Stuttgart-Sieger der vergangenen Woche nach 1:47 Stunden seinen zweiten Matchball. Er ist nach Alexander Zverev der zweite Deutsche im Viertelfinale der mit 1,966 Millionen Euro dotierten Rasen-Veranstaltung. Im Kampf um den Halbfinal-Einzug bekommt es Mayer am Freitag entweder mit Roger Federer oder Mischa Zverev zu tun.

»Es war ein Hin und Her heute. Ich bin froh, dass ich irgendwie durchgekommen bin«, sagte Mayer nach dem Kraftakt bei extrem hohen Temperaturen. Für ihn ist es der größte Erfolg in diesem Jahr. Der langjährige Davis-Cup-Spieler musste bis Anfang Mai warten, ehe er überhaupt sein erstes Match in 2017 gewann - in Madrid bezwang er den Spanier Marcel Granollers. Insgesamt hat Mayer in dieser Saison erst zwei von 13 Partien für sich entschieden. Weil die Punkte für seinen Sieg in Halle aus dem vergangenen Jahr bereits gestrichen wurden, belegt er in der Weltrangliste derzeit nur noch Platz 134.

Phasenweise spielte Mayer daher auch schonmal mit dem Gedanken an ein Karriereende. Momente wie am Donnerstag lassen ihn aber doch noch weiterspielen. »Ich hoffe, es ist nicht das letzte Mal, dass ich in Halle bin. Es ist immer wieder eine Ehre, hier spielen zu dürfen«, sagte Mayer, der im Vorjahr überraschend Alexander Zverev im Finale bezwungen hatte.

Dass er ein Kämpfer ist, bewies Mayer am Donnerstag auch in Halle wieder. Bei weit über 30 Grad zeigte Mayer eine starke Leistung und nahm Pouille schnell zum 2:1 den Aufschlag ab. Bei eigenem Service agierte der Bayreuther lange Zeit bemerkenswert souverän und gestattete dem Franzosen bis zum Stand von 5:4 keinen einzigen Punkt. Doch als er sich den ersten Satz hätte sichern können, begann Mayer auf einmal zu wackeln und kassierte den 5:5-Ausgleich.

Die Entscheidung im ersten Durchgang fiel so im Tiebreak, wo es richtig dramatisch wurde. Mayer wehrte zunächst zwei Satzbälle von Pouille ab, doch beim dritten entschied ein Linienrichter plötzlich auf Fußfehler gegen den Franken und brachte diesen damit völlig aus dem Rhythmus. Pouille nutzte das und holte sich den ersten Abschnitt.

Doch Mayer blieb im Glutofen Gerry-Weber-Stadion cool. Beim Stand von 3:3 wehrte er zwei Breakbälle ab, einen davon mit einem ganz frechen Stopp. Wenig später nutzte er seine erste Breakchance im zweiten Abschnitt zum Satzausgleich. Im dritten Durchgang gelang ihm dann ein schnelles Break zum 2:0, dem hatte Pouille bei diesen Temperaturen nichts mehr entgegenzusetzen.

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