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Fitness-Tag vor dem Finalwochenende: Deutschpop-Trio rockt die Turnierbühne in Halle

Sportfreunde Stiller: »Man spürt die Wucht des Tennisspiels«

Halle (WB). Passend zum »Fitness Day« sind am Freitagabend bei den Gerry Weber Open in Halle die Sportfreunde Stiller aufgetreten. Die Deutschpop-Gruppe erzählte vorab von ihrem ganz persönlichen Fitnessprogramm, ihren Anfängen und der besonderen Atmosphäre von Live-Tennis.

Mike-Dennis Müller

Rüdiger Linhof, Florian Weber und Peter Brugger (von links) sind die Sportfreunde Stiller. Foto: Phillip Gätz

Das war auch für das musikalische Trio aus der Nähe von München ganz wichtig: einmal Roger Federer in Aktion erleben. »Ich muss gleich unbedingt noch ins Stadion«, sagte Sänger Peter Brugger am Nachmittag. »Ich schaue die Spiele immer sehr gerne im Fernsehen, live habe ich bisher nur in München eines gesehen«

Kompagnon Florian Weber hatte das am Freitag schon zuvor geschafft: »Ich saß dabei neben einer sehr netten, älteren Dame, die mir auch viel zu Federers Konkurrent Florian Mayer erzählt hat.« Wahnsinnig großen Respekt habe er vor Roger Federer. »Und hier vor Ort im Stadion spürt man so richtig die ganze Wucht des Spiels.«

Tennis, ja damit können die sympathischen Musiker durchaus etwas anfangen. Aber Fans hätten es schon schwer, sind sich die Drei einig. »Die dürfen ja nichts, müssen immer ganz leise sein.« Das ist für das Trio durchaus eine Umstellung, sind sie das doch vor allem dank ihrer erfolgreichen Fußball-WM-Hits aus anderen Stadien nicht gewöhnt.

Publikum ist mitgewachsen

Ihre eigenen Fans nehmen sich daran ohnehin kein Beispiel. Und doch merken die Sportfreunde, dass sich auch ihr Publikum in den vergangenen Jahren mitentwickelt habe. »Viele haben mittlerweile Familien und Kinder und bringen diese auch zu unseren Konzerten mit.« Die Zeiten des Crowdsurfing in der Menge seien ohnehin lange vorbei. Sänger Peter Brugger erinnert sich an einen Versuch in frühen Zeiten, als die Gruppe noch nicht so bekannt war wie heute. »Damals bin ich erst gar nicht zurück auf die Bühne gekommen«, erzählt er. Erst hintenrum habe es dann geklappt.

Auch mit dem Erkanntwerden in der Öffentlichkeit hätten die drei kaum Probleme, erzählen sie. Und wenn doch, dann machen sie durchweg positive Erfahrungen. »Einmal war ich im Baumarkt Laminat kaufen und weil ich für den Verkäufer wohl ein Jugendidol war, hat er mir fünf Kartuschen Bauschaum dazu geschenkt«, berichtet Rüdiger Linhof noch immer leicht amüsiert.

Peter Brugger: »Ich bin ein ganz großer Gassigeher«

Und wie sieht es mit der Sportlichkeit der Sportfreunde aus? »Ich bin ein ganz großer Gassigeher«, scherzt Brugger. Aber auch mit Wellen nehme es der leidenschaftliche Surfer immer gerne auf. So richtig ins Schwitzen kommen die Musiker aber, wenn sie an neuen Platten arbeiten. »Jedes mal, wenn man dann ein neues Stück vorstellt, ist es immer zunächst ein beklemmendes Gefühl«, meint Linhof. Schließlich teile man in den Musikstücken immer auch ein Stück seine eigene Gefühlswelt mit den Hörern – und sehe dann, ob andere das genau so empfinden wie sie selbst.

Die Zuschauer in Halle jedenfalls waren ganz auf einer Wellenlänge mit den »Sporties«. Bis zum Schluss feierte sie das Trio und gingen nicht nur bei den bekanntesten Stücken gut mit. Extra für den großen Federer sang das Trio sogar »Alles Roger«.

Am Samstag sind die Sportfreunde wieder in Halle – dann aber an der Saale.

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