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17-Jähriger scheidet bei Gerry Weber Open in Runde eins aus

Molleker zahlt Lehrgeld

Halle (WB). US Open vielleicht noch in diesem Jahr, Australian Open Anfang 2019 aber ganz bestimmt: Der deutsche Tennisteenager Rudi Molleker hat hohe Ziele und große Träume. Mit gerade einmal 17 Lebensjahren darf er die auch haben. Der Traum vom Einzug in die zweite Runde währte bei den 26. Gerry Weber Open am Mittwoch gegen Nikoloz Basilashvili (Georgien) aber nur 90 Minuten.

Hans Peter Tipp

Rudi Molleker (17) verpasst seinen zweiten Sieg auf der ATP-Tour. Foto:

Dann hatte der junge Mann aus Brandenburg, den Turnierdirektor Ralf Weber wegen jüngst überzeugender Leistungen und einer günstigen Zukunftsprognose mit einer Wild Card ausgestattet hatte, mit 2:6, 6:7 (5:7) verloren. Damit verpasste Molleker, der zuletzt beim Rasenturnier in Stuttgart Jan-Lennard Struff bezwungen hatte, seinen zweiten Sieg auf der ATP-Tour.

Zwei Doppelfehlern im entscheidenden Tiebreak

Mit zwei Doppelfehlern im entscheidenden Tiebreak präsentierte der Deutsche dem Kontrahenten den Sieg auf dem Silbertablett. Anschließend wusste er genau, dass mehr möglich gewesen wäre. »Das hätte auch anders ausgehen können. Ich denke, dass ich viele Chancen liegengelassen habe, vor allem beim 4:3 im zweiten Satz«, sagte Molleker, der für einen halbherzigen Schlägerwurf eine Verwarnung kassierte.

Zudem zog er sich eine leichte Zerrung in der Schultermuskulatur zu. Molleker: »Zufrieden bin ich nicht unbedingt. Ich habe verloren. Auch spielerisch war das sicher nicht mein bestes Tennis.«

Statt weiter auf der großen ATP-Tour Erfahrungen zu sammeln, ist für den in dieser Woche erstmals zu den besten 300 Tennisprofis der Welt zählenden Molleker erstmal Basisarbeit auf der kleineren Challenger-Tour angesagt. Die nächsten Turnierstationen heißen Marburg und Braunschweig. Und vielleicht darf er im August dann ja doch noch nach New York – zur Qualifikation für die US Open.

Mit Mollekers Aus stand auch fest, dass nur zwei deutsche Profis in Halle das Achtelfinale erreicht hatten. So wenig waren es zuletzt 2006 gewesen.

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