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Görges/Haas besiegen Stich/Siegemund – Wimbledonsieger verabschiedet sich ohne Trophäe

Spaß unter Champions

Halle (WB). Show, Satz und Sieg: Beim Mixed um die Champions Trophy stand am ersten Tennistag in Halle der Spaß im Vordergrund.

Hans Peter Tipp

Abklatschen: Laura Siegemund und Michael Stich beim Duell um die Champions Trophy. Foto:

Trotzdem gab es anschließend einen großen Pokal für Julia Görges und Tommy Haas, die sich vor 10.500 Zuschauern mit 5:7, 6:3 und 10:7 in einem überwiegend kurzweiligen Vergleich gegen Laura Siegemund/Michael Stich durchsetzten.

Görges, die Fed-Cup-Spielerin aus Bad Oldesloe, freute sich über ihren ersten Triumph bei der Champions Trophy. Mit Michael Chang und Jewgeni Kafelnikow hatte es für sie bislang nicht gereicht. Klar, dass sie nach getaner Centre-Court-Arbeit beim launigen Pressegespräch beteuerte, dass Tommy Haas ihr »bislang bester Mixedpartner in Halle« gewesen sei. Der gebürtige Hamburger sagte nach seinem Einstieg ins gemischte Doppel: »Das hat richtig Spaß gemacht.«

Stichs feines Händchen

Im Mittelpunkt stand aber Michael Stich. Der Wimbledonsieger von 1991 hatte zuvor erklärt, dass er seine Showkarriere nach diesem Jahr beenden werde. Mithin wurde er bei seiner Abschiedsvorstellung in Halle besonders herzlich begrüßt und verabschiedet.

Auf dem Court bewies der gebürtige Pinneberger, der am 21. Juli als sechster Deutscher in die Tennis Hall of Fame aufgenommen wird und am 18. Oktober seinen 50. Geburtstag feiert, noch einmal sein feines Händchen, das ihn während seiner Karriere nicht nur in Wimbledon, sondern auch bei der ATP-WM, Olympia und im Davis Cup zu unvergessenen Triumphen geführt hatte.

Wie jeder große Champion ließ sich aber auch Stich bei seinem Rücktritt ein Hintertürchen offen: »Es würde einen Spieler geben, mit dem ich hier noch mal spielen würde. Wenn Ralf Weber das hinkriegt, dann würde ich wiederkommen.« Welche frühere Tennisgröße er damit meinte, möglicherweise Pete Sampras, behielt Stich am Samstag aber für sich.

Zwischen Spaß und Sport

Siegemund, Görges, Stich und Haas waren vom ersten Ballwechsel an bemüht, die feine Balance zwischen Spiel und Spaß zu finden. Das gelang zunächst nicht immer optimal. So sorgte Siegemund mit einem frühen Ass bei Haas für Stirnrunzeln. Dem gebürtigen Hamburger war indes anzumerken, dass seine aktive Zeit keine zwölf Monate zurückliegt. Julia Görges: »Ich habe Tommy zwischendurch gefragt, warum er eine solche Intensität in seinen Schlägen hat?«

Sonntag übernahmen dann die Spaß-Experten. Mit Mansour Bahrami und Henri Leconte standen im zweiten Teil der Champions Trophy zwei Künstler auf dem Centre Court. Gegen Nicolas Kiefer/Younes El Aynaoui durften sie sich nach Herzenslust austoben.

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