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Herforder (24) stürzt bei Dacharbeiten in Bielefeld in die Tiefe

Tödlicher Arbeitsunfall

Bielefeld/Herford

Bei Dacharbeiten auf der Halle einer Bielefelder Firma ist ein 24-jähriger Arbeiter aus Herford tödlich verunglückt. Der junge Mann sei etwa 20 Meter in die Tiefe gestürzt, sagte Polizeisprecherin Hella Christoph.

Von Jens Heinze

Durch das Dach dieser Halle stürzte der 24-Jährige in Bielefeld etwa 20 Meter tief. Foto: Thomas F. Starke

Demnach ereignte sich der tödliche Unfall am frühen Montagvormittag gegen 7.50 Uhr auf dem Gelände einer Zweigniederlassung der Firma Thyssenkrupp Schulte an der Artur-Ladebeck-Straße im Stadtteil Gadderbaum. Ersten Ermittlungen des für Todesfälle zuständigen Kriminalkommissariates 11 der Bielefelder Polizei und des Dezernats für Arbeitsschutz der Detmolder Bezirksregierung soll der 24-Jährige unvermittelt durchs Dach einer Halle gebrochen sein, sagte die Polizeisprecherin. Offenbar war der Arbeiter mit Dämmarbeiten auf dem Gebäude beschäftigt.

Das Unfallopfer sei von einem Notarzt zunächst reanimiert und in eine Klinik gebracht worden. Kurze Zeit später sei der junge Herforder dann in einem Bielefelder Krankenhaus seinen lebensgefährlichen Verletzungen erlegen.

Bei tödlichen Arbeitsunfällen werden die weiteren Ermittlungen in der Regel nicht von der Kripo, sondern von Experten des Dezernates der Bezirksregierung zu Ende geführt. Sie prüfen, ob gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstoßen worden ist. Sollte das der Fall sein, müssen sich die Verantwortlichen Strafverfahren stellen und mit einer Verurteilung vor Gericht rechnen.

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