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Feuerwehr Spenge rüstet Fahrzeuge mit Abbiegeassistenzystem aus

„Toter Winkel“ wird einsehbar

Spenge

Fortan soll kein Radfahrer im toten Winkel mehr übersehen werden. Die Feuerwehr Spenge investiert in die Sicherheit der Einsatzfahrzeuge: Neun Großfahrzeuge wurden jetzt mit Abbiegeassistenzsystemen ausgestattet. Ein zehntes Fahrzeug, das sich zurzeit im Bau befindet, wird direkt beim Aufbauhersteller mit der neunen Technik ausgestattet.

Radler im „toten Winkel“ sind für die Fahrer der großen Feuerwehrfahrzeuge nicht einfach wahrnehmbar. Das Abbiegeassistenzsystem soll mehr Sicherheit schaffen. Foto: Feuerwehr Spenge

Durch die Abbiegeassistenzsysteme ist es dem Fahrer möglich, Fahrradfahrer und Fußgänger, die sich im sogenannten „toten Winkel“ des Fahrzeuges befinden, zu erkennen und dadurch schwere Unfälle zu vermeiden. An den Fahrzeugen wurde dafür ein Gerät, das aussieht wie eine Kugel, an der vorderen rechten Fahrzeugseite angebracht. In dieser „Kugel“ befinden sich ein Radarsystem und eine Kamera.

Zusätzlich wurde im Inneren des Fahrerhauses ein Bildschirm angebracht. Die Stadt Spenge entschied sich für ein Modell der Firma Wüllhorst Fahrzeugbau aus Selm (Kreis Unna). Die Geräte wurden durch Techniker der Firma direkt vor Ort in die Fahrzeuge eingebaut. „So konnte die Ausfallzeit des jeweiligen Fahrzeuges durch den Einbau auf 1,5 bis 2 Stunden beschränkt werden“, erklärt Feuerwehrchef Thomas Reschke.

Sobald der Fahrer nun den Blinker betätigt oder eine Kurve durchfährt, schaltet sich der Monitor ein und der Bereich neben dem Fahrzeug wird so für den Fahrer sichtbar. Befindet sich ein Fahrradfahrer, Fußgänger oder ein anderes bewegliches Objekt im Erfassungsbereich der Kamera und der Radarsensoren, wird vom Bildschirm zusätzlich ein akustisches Signal abgegeben und dieses durch eine rote Leuchte am oberen Bildschirmrand signalisiert.

„Zudem schaltet sich der Bildschirm auch beim Einlegen des Rückwärtsganges ein, was dem Fahrer damit beim Rückwärtsfahren zusätzliche Sicherheit bietet, eine Person im ‚toten Winkel‘ nicht zu übersehen“, so Reschke.

Ein Förderprogramm des Bundes machte die Anschaffung der neunen Technik möglich. Es werden 80 Prozent der Kosten pro Fahrzeug übernommen. Maximal jedoch 1500 Euro. Es können bis zu zehn Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, pro Jahr gefördert werden. Das Programm soll bis maximal 2024 fortgeführt werden und beinhaltet eine Gesamtfördersumme von 10 Millionen Euro.

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