1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. „Transport ist das größte Problem“

  6. >

Atommüll-Lager in Würgassen: Landtagsabgeordneter Matthias Goeken ordnet Koalitionsvertrag mit Sorge ein

„Transport ist das größte Problem“

Würgassen

Der neue Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grünen und FDP wird mit Blick auf das in Würgassen geplante Bereitstellungslager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll von vielen kritisch unter die Lupe genommen – so auch vom Landtagsabgeordneten Matthias Goeken (CDU). „Ich mache mir Sorgen, dass perspektivisch Atommüll aus ganz Deutschland in den Kreis Höxter kommt“, sagt er. Minister Karl-Josef Laumann antwortet derweil der Bürgerinitiative.

Von Dennis Pape

In Würgassen soll ein Bereitstellungslager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll entstehen. Foto: Harald Iding

„Genehmigte Endlager müssen zügig fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Hierzu gehören auch die Standortauswahl und die Errichtung des notwendigen Logistikzentrums.“ Dieser Satz im neuen Koalitionsvertrag sorgt derzeit für viele Diskussionen – und ebenso viele Interpretationen. Matthias Goeken betonte dazu in einem Pressegespräch am Mittwoch: „Auch, wenn der Ort Würgassen dort nicht steht, wird deutlich – man will das Endlager Konrad und man sieht die angebliche Notwendigkeit eines großen Logistikzentrums. Es macht mir große Sorgen, dass viele Zwischenlager in Deutschland geräumt und alles – aus Nord und Süd – nach Würgassen gebracht wird. Der Standort ist dafür jedoch absolut ungeeignet – weder Aldi, Lidl oder Amazon würde dort ein Logistikzentrum errichten.“

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!

ANZEIGE