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Warburger Bürgermeister von 1999 bis 2004 ist verstorben

Trauer um Walter Hellmuth

Warburg

Trauer um den Warburger Altbürgermeister Walter Hellmuth. Der CDU-Politiker ist am Mittwoch im Alter von 80 Jahren verstorben. Das hat Bürgermeister Tobias Scherf am Mittwoch in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke mitgeteilt. Es sei eine traurige Mitteilung, die ihn treffe, sagte Tobias Scherf. Die Lokalpolitiker legten dem Altbürgermeister zu Ehren eine Schweigeminute ein.

Alt-Bürgermeister Walter Hellmuth, hier bei der Übergabe eines Bildes ans Museum 2004, liebte seine Heimatstadt. Foto:  Foto: Jürgen Vahle

Walter Hellmuth war der erste hauptamtliche Bürgermeister der Stadt Warburg und Nachfolger vom ebenfalls erst vor einigen Tagen verstorbenen Bürgermeisters Paul Mohr. Zuvor hatte Walter Hellmuth viele Jahre als Kämmerer und vor seiner Wahl als 1. Beigeordneter für die Stadt gearbeitet.

Seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt kam für viele Beobachter 1999 überraschend. Ursprünglich hatte der CDU-Stadtverband Willi Vonde (Germete) nominiert. In der entscheidenden Versammlung wurde dann aber Walter Hellmuth zum CDU-Kandidaten und am Ende auch zum Bürgermeister gewählt.

Walter Hellmuth galt als ausgewiesener Verwaltungsstratege. Später als Politiker zeichnete ihn seine klare und gradlinige Meinung aus. In seine fünfjährige Amtszeit fielen zahlreiche wichtige Entscheidungen für die Stadt, darunter der Anbau am Schulzentrum, die Vertiefung der Städtepartnerschaften und zahlreiche Dorferneuerungsmaßnahmen. Es gab aber auch bis heute umstrittene Entscheidungen wie den Bau des Info-Pavillons der Stadtwerke auf dem Neustadtmarktplatz.

Walter Hellmuth liebte seine Heimatstadt Warburg über alles. Daher erfüllte ihm der Rat zu seinem Abschied 2004 einen besonderen Wunsch: Er erhielt den Goldenen Ehrenring der Stadt, der normalerweise nur langjährigen und ehrenamtlichen Ratsmitgliedern vorbehalten ist. Auch einen für viele Warburger wichtigen Orden nannte er sein eigen: das Titgenburgerschild des Meister- und Gesellenvereins.

Der Altbürgermeister hinterlässt seine Ehefrau und seine Sohn.

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