Glockenbrunnen in Vlotho wird 35 Jahre alt – Verschönerungsaktion zum Jahrestag

Türkiser Kristall bringt neuen Glanz

Vlotho

Der Glockenbrunnen in der oberen Langen Straße wird in diesem Monat genau 35 Jahre alt. Diesen Jahrestag haben die Brunnenpaten Jürgen Meier und Uwe Schneckener zum Anlass genommen, das Wasserspiel noch attraktiver zu gestalten.

Joachim Burek

Uwe Schneckener (links) und Jürgen Meier haben die über den Verfügungsfonds angeschafften Glasbrockensteine auf dem Brunnenablauf verlegt. Dank Wasser und Lichteffekten werden sie künftig wie Eiskristalle glänzen. Foto: Joachim Burek

Gemeinsam sind sie jetzt daran gegangen, die alten Sandsteine auf dem Brunnenablauf im Becken gegen große türkisfarbene Glasbrockensteine auszutauschen.

„Der Vorteil dieser kristallenen Brocken ist, dass sie im Laufe der Zeit keinen Schimmel und keine Algen ansetzen wie die Vorgängersandsteine. Zudem sollen die neuen Steine im Herbst noch von unten beleuchtet werden und ein besonderes Farbenspiel erzeugen“, erläutert Jürgen Meier (Fernseh-Meier). Der Austausch der Steine gegen Glasbrocken sei Teil eines Projektes des Innenstadtverfügungsfonds und werde mit Mitteln des Fonds finanziert, so Meier. Die Steine seien das Nebenprodukt, das in einer Glashütte anfalle und seien über den Großhandel für solche Dekorationszwecke erhältlich, erläutert der Geschäftsmann.

Nachdem die verkehrsberuhigte Zone in der oberen Langen Straße im Juni 1982 fertiggestellt war, sollte diese auch ausgeschmückt werden. Es wurde nach einem Objekt, in dem Wasser fließt und auch Töne erzeugt würden, gesucht. „Wir fanden dieses in Bielefeld bei dem Designer Peter Krause, der einen Brunnen anbot, der ganz unseren Anforderungen gerecht wurde“, erinnert sich Jürgen Meier in seiner Brunnenchronik.

Jürgen Meier und Rudi Acksteiner (Schuhbasar Acksteiner) bauten dann die Grundlagen für dem Brunnen: die Mauern, die Wasser- und Stromanschlüsse für die Installation, das Becken und das Geländer. Das Glockengerüst selbst wurde vom Verkehrs- und Verschönerungsverein gestiftet. Die Einweihung war dann im Mai 1986. Sie wurde unter anderem von Bürgermeister Gerhard Wattenberg, Verwaltungschef Hermann Kölling und dem damaligen WIV Vorsitzenden Günter Hempel durchgeführt. Dabei floss auch tüchtig Freibier.

„Die während des Aufbaus vorbeikommenden Leute schlossen Wetten ab, wie lange der Brunnen halten würde. ‚Drei Wochen‘ war die höchste Schätzung. Wir konnten sie eines Besseren belehren“, so Meier. Erst im Jahre 2012 zeigte der Brunnen Verschleißerscheinungen und wurde von der Firma Plöger 2013 grundüberholt.

Jürgen Meier und Rudi Acksteiner bauten nicht nur den Brunnen auf, sie übernahmen auch die Patenschaft für den Brunnen, warteten und pflegten ihn bis zum Jahre 2013. Dann übernahm Uwe Schneckener den Part von Rudi Acksteiner und mit Jürgen Meier zusammen pflegen beide den Brunnen bis zum heutigen Tag.

Startseite