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Stadt Herford will Thema Kindesmissbrauch über Projekt an Kitas und Grundschulen aus der Tabuzone holen

Über das „Unsagbare“ sprechen

Herford

Zahlreiche Strafprozesse in jüngster Vergangenheit sowie die kreisweite Razzia gegen Kinderpornographie in der vergangenen Woche haben es wieder gezeigt: Sexueller Missbrauch von Jungen und Mädchen ist in der Gesellschaft allgegenwärtig. Aber wie mit diesem Thema umgehen, das immer noch weitgehend noch tabuisiert wird?

Von Bernd Bexte

Statistisch gibt es in jeder Schulklasse ein bis zwei Opfer von sexueller Gewalt. Die Stadt Herford will das Thema enttabuisieren, in Kitas und Grundschulen „besprechbar“ machen. Foto: Moritz Winde

Die Stadt will es mit einem Präventionsprojekt an Kitas und Grundschulen aus dem Dunkelfeld holen, vom „Unsagbaren“ ins „Sagbare“ rücken, um zeitig Hinweisen nachgehen und Schlimmeres verhindern zu können. Denn statistisch findet ein missbrauchtes Kind erst bei der siebten Ansprache eines Erwachsenen Gehör, gibt es in jeder Schulklasse ein bis zwei Opfer  sexueller Gewalt. „Gelingendes Aufwachsen – Netzwerke für Kinder“ ist das Projekt überschrieben, mit Landes- und Stiftungsgeldern finanziert.

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