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Feierliche Verabschiedung von 130 Schüler des 10. Jahrgangs an der Gesamtschule Brakel

Über die Schulwelt hinweg gedacht

Brakel

Distanzlernen, Unterricht in Wechselgruppen, Abschlussprüfungen unter besonderen Vorzeichen und ein Privatleben unter monatelangen Pandemiebestimmungen: Wie konnten die insgesamt fünf Abschlussklassen der Gesamtschule dieses turbulente Schuljahr beenden?

Diese 130 Schüler der Gesamtschule Brakel aus den fünf Abschlussklassen haben kürzlich ihre Zeugnisse feierlich und freudig entgegengenommen. Foto: Gesamtschule Brakel

Erfolgreich. So blicken die Schüler, Elternteile, Geschwister, Freund und Lehrkräfte auf eine feierliche Zeugnisübergabe zurück. Begleitete eine nachhaltige Baumpflanzaktion im Modexer Forst das diesjährige Abschlussmotto des Jahrgangs „Keiner lebt für sich allein – wir sind deine Nächsten“, verwies auch Schulleiterin Sandra Florsch in ihrer Abschiedsrede wiederholt auf die besondere Symbolik dahinter: „Ihr habt über die Schulhofgrenzen hinweg gedacht und einen Ort gewählt, der zu unseren beständigen außerschulischen Lernorten gehört. Ihr habt nichts rückwärts – auf die vergangene Schulzeit Gerichtetes ausgewählt, sondern in die Zukunft investiert. In Wachstum, Ökologie und Vertrauen.“

Konzept des gemeinsamen Lernens funktioniert

Besonders stolz blicken die Beteiligten der Gesamtschule Brakel auf die Anzahl der vergebenen Schulabschlüsse. Auch hier bediente sich die Schulleitung dem Bildnis der Pflanzenwelt: „Aus den kleinen Pflänzchen, die wir im Jahr 2015 erhalten haben, sind schon jetzt sehr unterschiedliche Jungbäume geworden.“

So erlangen 130 Schüler, unter ihnen auch sechs Förderschüler, einen regulären Schulabschluss. „Es beweist erneut, dass unsere Konzepte des gemeinsamen Lernens funktionieren“, stellte der stellvertretende Schulleiter Michael Auffenberg glücklich fest. Ein weiterer Beleg: Unter den 103 Schülern mit einer Fachoberschulreife, 65 von ihnen inklusive der Qualifikation und somit der Berechtigung für den Besuch der gymnasialen Oberstufe, hatten 40 nach ihrer Grundschulzeit keine Realschul- oder Gymnasialempfehlung. Nach der feierlichen Zeugnisübergabe der Aula und Mensa in Klassengruppen entließen Schulleitung und ehemalige Klassenlehrer ihre Schüler und waren sich nach einem herausfordernden Schuljahr und einem Abschluss unter ganz besonderen Umständen einig, dass „diese Saat und Pflege auch zukünftig aufgehen wird.“

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