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Wo einst Red House und Cube standen, entdecken Archäologen Spuren aus der ottonischen Zeit

Überraschende Funde unter Paderborner Kult-Club

Paderborn

Das markante rote Gebäude war sicherlich keine Schönheit, aber hatte eine enorme Anziehungskraft: Erst als „Red House“ und später als „Cube“ war es eine feste Adresse als Club im Paderborner Nachtleben. Doch nicht nur das ist längst Geschichte, sondern auch das, was sich unter dem Flachbau befand: Bei Grabungsarbeiten stießen Archäologen an der Mühlenstraße auf Funde, die teilweise aus der Zeit der ottonischen Herrscher im 10. Jahrhundert stammen.

Von Jörn Hannemann

LWL-Stadtarchäologin Dr. Sveva Gai zeigt die Randform von Kugeltöpfen aus dem 10. Jahrhundert, die von Grabungsleiter Robert Gündchen (links) und Grabungstechniker Udo Granzin an den Überresten einer Ofenstelle gefunden wurden. Foto: Jörn Hannemann

Wo einst das alte „Red House“ gestanden hat, soll ein Neubau mit Tiefgarage entstehen. Weil es mitten im historischen Zentrum Paderborns liegt, untersucht wie vorgeschrieben seit einigen Monaten ein Archäologenteam das Areal nach historischen Spuren. Voraussichtlich bis Januar oder Februar 2022 dauern die Arbeiten. Aber schon jetzt erweisen sich die Funde als unerwartet ergiebig. Dazu zählen mehrere Brunnenanlagen, eine Ofenstelle und andere Siedlungsspuren. Sie zeichnen sogar ein Bild, das von den Eintragungen im Urkataster von 1830 deutlich abweicht, teilt der LWL mit.

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