1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Unterführung soll ausgebaut werden

  6. >

Alternative für gesperrten Bahnübergang bei Rimbeck gefunden

Unterführung soll ausgebaut werden

Warburg-Rimbeck/O...

Schon eine ganze Weile ist der Bahnübergang „Zur Linde“ bei Rimbeck für Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Es hatte dort wiederholt technische Probleme gegeben. Die Schranken ließen sich zwar öffnen, fielen aber irgendwann unkontrolliert wieder herunter. Als Lösung für dieses Problem soll nun eine bereits vorhandene Bahnunterführung bei Ossendorf weiter ausgebaut werden.

Von Ralf Benner

Diese bereits vorhandene Unterführung bei Ossendorf soll von der Bahn ausgebaut werden, damit sie von landwirtschaftlichen Fahrzeugen nutzbar ist. Foto: Ralf Benner

Zum Ärger vieler Rimbecker kommt eine Reparatur der alten Anlage bei Rimbeck für die Bahn nicht in Frage. Auch ein Neubau, bei einem Ortstermin vor etwa zwei Jahren durchaus noch in Betracht gezogen, ist für die Bahn keine Option mehr.

Eine Alternative aber scheint nun gefunden, wie die neue Bezirksverwaltungsstellenleiterin Annette Lages (CDU) in der ersten Sitzung des Rimbecker Bezirksausschusses nach der Kommunalwahl mitteilte. Demnach könnte an der Bahnstrecke in Richtung Nörde die Bahnunterführung bei Ossendorf so ausgebaut werden, dass sie auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge nutzbar ist. Zu erreichen ist diese Unterführung von Rimbeck aus über den Eiserweg, aus Richtung Ossendorf kommend über den Dunsterweg. Für die Rimbecker bedeutet diese Lösung allerdings einen Umweg von mehreren Kilometern – nicht für jedes Ausschussmitglied eine befriedigende Alternative.

„Die Bahn hat uns in Gesprächen ihr Einverständnis signalisiert“, berichtet Ulrich Klare, stellvertretender Leiter des Warburger Bauamtes, auf Anfrage dieser Zeitung. Die Unterführung müsste dazu einen halben Meter tief ausgekoffert werden, um mit einer Höhe von dann 3,80 Metern auch landwirtschaftlichen Fahrzeugen genug Raum zum Durchqueren zu bieten, wie Klare erläutert. In ein bis eineinhalb Jahren könnten Planung und Bauarbeiten an der Unterführung abgeschlossen sein, so Klare. Die Bahn müsste dazu einen eigenen Bauantrag stellen. Laut Klare ist das aber bislang noch nicht geschehen.

Schon eine ganze Weile ist der Bahnübergang „Zur Linde“ bei Rimbeck für Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Foto: Ralf Benner

Der Rimbecker Bezirksausschuss hat sich dafür ausgesprochen, dass der Feldweg, der unter der Bahnunterführung verläuft, im Zuge der Arbeiten vernünftig asphaltiert werden muss. Das wäre dann Aufgabe der Stadt Warburg „Die Kosten für den Ausbau der Unterführung würde die Bahn tragen, für die Anbindung sind wir zuständig“, informierte Bürgermeister Tobias Scherf in der Sitzung.

Durch die ungesicherte Querung der Gleise hatte es am gesperrten Bahnübergang „Zur Linde“ bei Rimbeck ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Radfahrer gegeben. Die Züge fahren in diesem Bereich mit durchschnittlich 110 Stundenkilometern. Die Schranken sind mittlerweile verschraubt und mit Draht gesichert, sodass sie nicht mehr nutzbar sind. Die Radroute von Scherfede in Richtung Borgentreich ist zwischen Rimbeck und Nörde umgelegt und neu beschildert worden. Die Nutzung des vorhandene Drehkreuzes ist den Fußgängern verboten.

Startseite