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Bielefeld: Mechaniker verschwindet im Kofferraum

„Verbrechen“ war Missverständnis

Bielefeld

Ein mutmaßliches Kapitalverbrechen hat am Donnerstag zu einem umfangreichen Polizeieinsatz geführt. Schlussendlich stellte sich alles als Missverständnis und harmlos heraus.

wn

Eine missverständliche Beobachtung hat die Polizei auf den Plan gerufen. Foto: dpa/Patrick Pleul

Gegen 14.50 Uhr wählte eine Bielefelderin den Notruf der Polizei, um mitzuteilen, dass sie möglicherweise Zeugin einer kriminellen Handlung geworden sei.

Im Bereich Löllmannshof hatte sie gesehen, wie ein weißer Daimler mit zwei Personen angefahren kam und anhielt. Als beide Personen ausstiegen, verschlug es der Bielefelderin den Atem, denn eine Person stieg in den Kofferraum, während die andere sagte, dass dies die letzte Chance für ihn sei. Anschließend sei der Pkw davongefahren.

Die letzte Chance...

Da die Melderin den Polizeibeamten das Kennzeichen des Fahrzeugs nennen konnte, ermittelten die Beamten den Halter; der konnte jedoch zunächst nicht an seiner Wohnanschrift angetroffen werden.

Erst gegen 19 Uhr konnte der Halter des weißen Daimler, ein 21-jähriger Bielefelder, durch die Kriminalbeamten angetroffen und gesprochen werden. Den Polizisten lieferte er eine kuriose, aber harmlose Erklärung für das beobachtete Szenario, welches tatsächlich so stattgefunden hatte.

Vor zwei Wochen hatte der Bielefelder das Fahrzeug gekauft und sich über ein Klappern im Bereich des Kofferraums geärgert. Um dem Geräusch auf den Grund zu gehen, hatte er eine Fahrt mit einem Kfz-Mechaniker unternommen, der schließlich in den Kofferraum gestiegen war, um während der Fahrt das Klappern im Kofferraum zu orten und später zu reparieren. Der Mechaniker, ein 45-jähriger Bielefelder, bestätigte der Polizei die Geschichte des 21-Jährigen.

Die Polizei betont ausdrücklich, dass sich die Melderin mit ihrem Anruf bei der Polizei richtig und gut verhalten hat, auch wenn sich die Beobachtung schließlich als harmlos herausgestellt habe.

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