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In Enger und Spenge feiern Bürger das Baumaufstellen mit Tanz, Fußball, Singen und Posaunenklang

Vereine begrüßen den Monat Mai

Spenge/Enger

In einigen Ortsteilen Spenges und Engers haben die Vereine am vergangenen Wochenende an die Maibaumtraditionen aus Zeiten vor der Pandemie angeknüpft. Im wahrsten Sinne „neue Wege“ hat der Dorfgemeinschaftskreis Wallenbrück beschritten.

Von Daniela Dembert

Der Dorfgemeinschaftskreis Wallenbrück hatte eine neue Idee: Mit dem Trecker wurde der Maikranz durch den Ort gezogen und zum Fest eingeladen. Foto: Daniela Dembert

Mit einem Traktor wurde der geschmückte Maikranz durch die Ortschaft gefahren, um die Bewohner zum Maibaumaufstellen auf den Dorfgemeinschaftsplatz einzuladen. Wie in früheren Jahren wurde die Errichtung des Baumes vom Posaunenchor begleitet.

Rolf Strachau, Vorsitzender des Dorfgemeinschaftskreises, blickte in seiner Begrüßung zurück auf die Bewältigung der prekären Mitgliedersituation des Vereins nach der Pandemie: „In den vergangenen Wochen hatten wir dann rund 40 Neueintritte und sofort hat sich ein sehr motivierter Planungs- und Projektausschuss gebildet.“

Wurde der geschmückte Mast in Hücker-Aschen bisher am 1. Mai stets durch die Feuerwehr aufgerichtet, war das diesmal nicht möglich. Zudem hatte sich zu Beginn der Pandemie der Männergesangverein, der musikalisch begleitete, aufgelöst.

Der TuS Hücker-Aschen hatte zum Tanz in den Mai mit der Band „Fire & Flame“ am Vereinsheim eingeladen. Foto: Daniela Dembert

„Also haben wir‘s in diesem Jahr allein gemacht“, sagt Detlef Lotte vom Festausschuss des TuS Hücker-Aschen. Vor dem Vereinsheim an der Bergstraße wurde ein kleines Festareal aufgebaut. Auf der von der Stadt gestellten Bühne rockte die Band „Fire & Flame“ in den Mai. Die Vorbereitungszeit sei wegen der ungewissen pandemischen Lage denkbar kurz gewesen, sagt der Vereinsvorsitzende Thorsten Sickmann. Aber vereinsintern sei man sich einig gewesen, gemeinsam wieder etwas initiieren zu wollen. Eingerahmt wurde der Tanz in den Mai vom sportlichen Wettbewerb der Kicker verschiedener Altersklassen und Jahrgänge.

Der einzige Maibaum auf Engeraner Terrain wurde am Dreyer Eck von den Alttraktoren- und Landmaschinenfreunden errichtet. Diese haben ihren 14 Meter messenden, frisch gestrichenen Mast mit den Wappen der ansässigen Vereine und dem in den Farben NRWs geschmückten Kronenkranz per Traktor aufgerichtet.

Am Dreyener Eck ziehen die Alttraktoren- und Landmaschinenfreunden den 25. Maibaum mit dem Traktor in die Höhe. Foto: Daniela Dembert

Damit hat der Verein nach zweijähriger Zwangspause sein 25. Maibaumfest, das eigentlich 2020 angestanden hätte, nachgeholt. An ihrer Tradition hielten die Alttraktorenfreunde mit dem Ausschank vom König-Ludwig Dunkel aus dem umgebauten Jauchefass, Grillwurst, Plattenkuchen und dem gemeinsamen Singen von „Der Mai ist gekommen“ fest.

„Jetzt können wir wieder Geselligkeit genießen“, sagte Bürgermeister Thomas Meyer in seinem Grußwort. „Nach der langen Pause tut uns das allen gut. So ein Fest verbindet die Menschen im Ortsteil miteinander und ist identitätsstiftend.“

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