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Trasse Bielefeld-Hannover

Verspätung bei Bahn-Projekt: Vorschläge erst im Frühjahr

MInden

Erst im kommenden Frühjahr will die mit der Planung des Bahnprojekts Hannover-Bielefeld beauftragte DB Netz AG der Öffentlichkeit erste konkrete Trassenvorschläge vorstellen.

Von Johannes Pietsch

Symbolbild. Foto: ---/vifogra/dpa

Derzeit sei man noch dabei, die drei Möglichkeiten – einen rein trassennahen Ausbau der Bestandsstrecke, einen Neubau sowie eine Kombination aus beidem – zu untersuchen, erklärte Projektleiter Carsten Alexander Müller am Donnerstagabend beim sechsten Plenum im Rahmen des sogenannten Planungsdialogs.

Besonderes Augenmerk richte man auf die Untersuchung möglicher Ein- und Ausfädelungspunkte auf der Bestandsstrecke, insbesondere an den Endpunkten im Raum Seelze sowie im Raum Bielefeld-Brake, so Müller.

Wie diese Trassenvarianten konkret aussehen könnten, dazu gibt es bis zuletzt von der DB Netz AG keinerlei Informationen. Von den am Planungsdialog beteiligten Naturschutzgruppen und Bürgerinitiativen wurden immer wieder Vermutungen geäußert, diese würden sich sehr stark an den vor einem Jahr bekannt gewordenen Machbarkeitsentwürfen aus dem Büro Schüßler-Plan anlehnen, da diese die Forderung nach Reduzierung der Fahrzeit zwischen Hannover und Bielefeld auf 31 Minuten erfüllen.

Genau das weist die Bahn jedoch weiterhin entschieden zurück: Die insgesamt fünf Schüßler-Varianten habe das Bundesverkehrsministerium vor dem eigentlichen Planungsauftrag an die DB Netz AG nur zu dem Zweck erstellen lassen, „um einen bestimmten Diskussionsstand zu erreichen“, betonte Moderator Ralf Eggert während des Plenums. „Die müssen wir jetzt wirklich vergessen, wir kommen mit ganz neuen Trassen.“

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