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Kultursommer: 345.000 Euro Förderung fließen in den Kreis Paderborn – Programm in Büren, Delbrück, Paderborn und Salzkotten

Viel kostenlose Kultur unter freiem Himmel

Paderborn

Kabarett, Konzerte, Lesungen, Blasmusik- und Trommelspaziergang oder ein Kurzfilmfestival – alles kostenfrei und unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen. Angesichts sinkender Inzidenzzahlen wollen die Städte Büren, Delbrück, Paderborn und Salzkotten kulturell wieder durchstarten.

Dank der Förderung des Bundes kann der Kultursommer im Kreis Paderborn stattfinden. Darüber freuen sich auch (von links): Burckhard Schwuchow (Bürgermeister Büren), Michael Dreier (Bürgermeister Paderborn), Landrat Christoph Rüther, Werner Peitz (Bürgermeister Delbrück) und Ulrich Berger (Bürgermeister Salzkotten). Foto: Kreis Paderborn

Unter Federführung des Kulturamtes des Kreises Paderborn haben sie eine Förderung beantragt und nun gute Nachrichten erhalten: Das Projekt „Kultursommer im Kreis Paderborn 2021“ wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus dem Programm „Neustart Kultur“ gefördert. Rund 345.000 Euro Fördergelder fließen einer Mitteilung zufolge in den Kreis Paderborn, das seien 80 Prozent der Projektkosten. Die übrigen 20 Prozent werden von den teilnehmenden Städten übernommen.

„Wir mussten im vergangenen Jahr auf vieles verzichten. Der gemeinsame Kulturgenuss führt uns aus der coronabedingten Isolation und bereichert unser Leben. Im Kultursommer 2021 können wir dies wieder zusammen und sicher erleben“, freuen sich Landrat Christoph Rüther und die Bürgermeister der beteiligten Kommunen Burkhard Schwuchow, Werner Peitz, Michael Dreier und Ulrich Berger. Wie der Kreis mitteit, seien zahlreiche Einzelveranstaltungen geplant, die ersten finden demnach bereits im Juni statt.

Je vier Veranstaltungen planen die Stadt Büren und Delbrück, Salzkotten freut sich auf drei Veranstaltungen. Mit 14 Veranstaltungsreihen und Einzelveranstaltungen plant die Stadt Paderborn das umfangreichste Programm mit verschiedenen Austragungsorten, unter anderem auf dem Vorplatz des Stadtmuseums oder im Paderquellgebiet.

Ein besonderes Anliegen sei allen, auch Kindern und Jugendlichen, ein interessantes kulturelles Programm zu bieten: Vom Puppentheater über Lesungen, Kinderchöre bis zu Graffiti-Workshops sei vieles für sie dabei. Die Ansprache von jungem Publikum war Teil der Ausschreibung. Die Mittel werden gemäß den Förderrichtlinien nur in nicht kommerzielle Veranstaltungen fließen und in erster Linie lokale Kulturakteure und Bündnisse berücksichtigen. Regelmäßig stattfindende Festivals oder Stadtfeste konnten nicht gefördert werden. Alle Veranstaltungen sollen unter freiem Himmel stattfinden, die meisten sind kostenlos; es gelten die jeweils gültigen Corona-Schutzmaßnahmen bezüglich Zuschauerbegrenzung, Abstand, Nachverfolgung oder Testung. Über die jeweiligen Veranstaltungen werden die Städte vorab ausführlich informieren.

„Freuen wir uns auf einen Sommer zu Hause voller Spaß und Erlebnisse“, rufen Landrat und die Bürgermeister zu einem Sommer voller Kultur auf.

Nach Angaben der Kulturstiftung des Bundes werden bundesweit 63 kreisfreie Städte und 54 Landkreise mit insgesamt 30 Millionen Euro unterstützt.

Paderborn erhält größte Unterstützung

„Ich freue mich über diese Förderung besonders, weil sie unserer breiten nichtkommerziellen freien lokalen Kulturszene zugutekommt“, betont Paderborns Bürgermeister Michael Dreier. Das von der Stadt Paderborn eingereichte Programm werde maßgeblich gestaltet von lokalen Vereinen und Vereinigungen aus allen Sparten, die mit dem Kulturamt der Stadt und der Schlosspark und Lippesee Gesellschaft zusammenarbeiten, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Das Spektrum reiche dabei vom neuen Dachverband der freien Kulturszene „Die Kuppel e.V.“, der Biohaus-Stiftung und dem AStA der Universität bis zu etablierten Vereinen wie dem Kunstverein, Blasmusikgruppen und der Freilichtbühne und umfasst Musik, Literatur, Kleinkunst, Theater, Bildende Kunst, Film und Tanz. Von der beantragten Förderung gehen 301.000 Euro an die Stadt Paderborn. Die Stadt ist mit Eigenmitteln in Höhe von 83.000 Euro dabei. Laut Stadt stammen sie aus Restmitteln von pandemiebedingt ausgefallenen Veranstaltungen und nicht abgerufenen Zuschüssen. Die meisten Veranstaltungen seien eintrittsfrei, aber für einige seien Eintrittsgelder von 31.000 Euro einkalkuliert.

Die Veranstaltungen in Paderborn werden überwiegend im August und September stattfinden, vieles davon im Schloss- und Auenpark, einiges in Bereichen an den Paderquellen, andere Programme sind mobil und ein Angebot geht auf die Skater-Anlage. Das Graffiti-Festival soll sich quer durch die ganze Stadt ziehen. Für die Öffentlichkeitsarbeit wird die Website des Kultursommers 2020 reaktiviert. Nicht geförderte kommerzielle und regelmäßige Veranstaltungen sollen dort gleichsam huckepack auch erscheinen.

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