Möglicherweise wurden 13 Kinder und Jugendliche betreut, die in Lügde Missbrauchsopfer wurden

Viele Fragen zum Jugendamt Höxter

Höxter

Eineinhalb Jahre nach den Urteilen im Missbrauchsfall Lügde gerät das Jugendamt des Kreises Höxter immer mehr in den Fokus des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Er versucht seit 2019 zu klären, warum die jahrelangen, hundertfachen Vergewaltigungen von Kindern auf dem Campingplatz „Eichwald“ von Polizei und Jugendämtern übersehen wurden – trotz konkreter Hinweise.

Christian Althoff

Höxters Landrat Michael Stickeln sagte am 7. Mai vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Düsseldorf Er will die Abläufe in seiner Behörde von externen Experten durchleuchten lassen. Foto: Oliver Berg/dpa

Lange ging es nur um die Rolle der Jugendämter Hameln-Pyrmont und Lippe. Auch wenn es dort Versäumnisse gegeben hatte – die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Mitarbeiter hatte die Staatsanwaltschaft Detmold schon vor einem Jahr eingestellt. Die offizielle Begründung: Auch wenn die Beschuldigten keine intensiven Versuche unternommen hätten, Verdachtsmomente auf Missbrauch zu bestätigen oder auszuräumen, könne letztlich nur festgestellt werden, dass alle davon ausgegangen seien, dass ein sexueller Missbrauch nicht stattgefunden habe – es gab also keinen Vorsatz.

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