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Nach fast 30 Jahren nutzen Schleiereulen erstmals Nistkasten in Bad Oeynhausen

Vier Küken auf dem Dachboden

Bad Oeynhausen

Vor etwa 30 Jahren haben Annegret und Ulrich Köter in Eidinghausen ein schmuckes Eigenheim gebaut. Noch während der Bauphase bekamen sie seinerzeit von Dr. Walter Jäcker und Erwin Mattegiet von der Arbeitsgemeinschaft (AG) Natur Bad Oeynhausen den Rat, doch gleich eine Einliegerwohnung für Schleiereulen einzubauen.

Greifvogelberinger Gerhard Neuhaus kommt nach der Entdeckung der jungen Schleiereulen rasch aus Minden nach Bad Oeynhausen-Eidinghausen. Foto: Reinhold Scheibenzuber

„Gesagt, getan, ein Vierteljahrhundert zog ins Land, aber der Nistkasten blieb verwaist“, berichtet Erwin Mattegiet. Die Anwesenheit von Schleiereulen ist fast geräuschlos und wird von Menschen kaum wahrgenommen. So war es dann auch ein Nachbar von Annegret und Ulrich Köter, der beobachtet hatte, dass in der Dämmerung hell gefärbte Vögel das Eulenloch im Dachgiebel anflogen. Annegret Köter informierte sogleich Naturschutzwart Erwin Mattegiet, der auf dem Dachboden vier putzmuntere Eulenküken entdeckte.

Da sich sehr viel Gewölle im Nistkasten befand, geht er davon aus, dass hier auch schon im vergangenen Jahr gebrütet wurde. Die Nachtgreifvögel haben auf dem nahen Friedhof am Schwarzen Weg eine hervorragende Jagdmöglichkeit auf Feldmäuse. Die vier Jungeulen wurden vom AG-Natur-Mitglied Frank Köstring aus dem Nistkasten geholt, in Leinenbeutel gepackt und dem aus Minden angereisten Greifvogelberinger Gerhard Neuhaus zum Beringen vorgelegt. Die vier flauschigen Jungeulen wurden nacheinander mit den Ringen fürs Leben versehen, und dann schnell wieder in den Brutkasten zurückgebracht.

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