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Mehr als 200 Bewohner in Hövelhofer Seniorenheimen erhalten ihre dritte Corona-Schutzimpfung

Vierter Welle ein Schnippchen schlagen

Hövelhof

Alle Hände voll zu tun haben in diesen Tagen Dr. Georg Schneider und Arzthelferin Helena Brockmeier. Sie haben 200 Drittimpfungen in den Hövelhofer Senioreneinrichtungen verteilt. Bewohnern im Alter über 80 Jahren und Mitarbeitern wurde die Booster-Impfung verabreicht.

Von Axel Langer

Unterstützen aus voller Überzeugung die Drittimpfung in Hövelhofer Senioreneinrichtungen (von links): Bürgermeister Michael Berens, Mariola Wicher von der Seniorenresidenz, Arzthelferin Helena Brockmeier, Anna Dusch, Leiterin des Hauses Bredemeier, sowie Dr. Georg Schneider. Foto: Axel Langer

Geimpft wurden Bewohner des Hauses Bredemeier, der Wohngruppen und der Tagespflege sowie der Seniorenresidenz. „Wir hatten vier Impfdurchbrüche zu verzeichnen, zwei Patienten mussten stationär in Krankenhäuser aufgenommen werden“, erläutert Dr. Georg Schneider den Hintergrund der Impfaktion. Als Impfdurchbrüche wird die Erkrankung von bereits Geimpften bezeichnet.

Die Immunantwort sei im hohen Alter nicht so stark wie bei jüngeren Menschen. Da bundesweit die Impfquote mit gut 62 Prozent noch deutlich zu niedrig sei, riet der Mediziner zur Drittimpfung in dieser Altersgruppe. „So werden weitere Antikörper zum Schutz vor dem Coronavirus gebildet, und wir hoffen, auf diese Weise gut über den Winter zu kommen und eine vierte Welle verhindern zu können“, so Schneider.

Die Erst- und Zweitimpfungen erfolgten bereits im Frühjahr. Für Bewohner von Altenheimen, Mitarbeiter in medizinischen Bereichen, für den Rettungsdienst und Feuerwehrkräfte empfiehlt der Hövelhofer Allgemeinmediziner und Notarzt eine Drittimpfung. „Menschen mit einem gesunden Immunsystem und ohne zusätzliche Belastungen benötigen keine Drittimpfung“, macht Dr. Schneider deutlich, dass nicht für alle Menschen eine Drittimpfung notwendig ist.

Die beiden Senioreneinrichtungen haben den erneuten Impftermin optimal vorbereitet. „Inzwischen haben wir ja eine gewisse Routine, und auch die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Senioreneinrichtungen in der Gemeinde Hövelhof hat sich deutlich verbessert“, sagt Anna Dusch, Leiterin des Hauses Bredemeier. Sie habe sich immer sicher gefühlt und dankte Schneider und seinem Team sowie der Gemeinde für den Einsatz.

Langfristig geht Dr. Georg Schneider davon aus, dass es einen Kombinationsimpfstoff geben wird. Dann könne gemeinsam gegen Grippe und gegen Corona geimpft und aufgefrischt werden. Bürgermeister Michael Berens dankte sowohl den Ärzten wie auch den Senioreneinrichtungen dafür, der Empfehlung der Kassenärztlichen Vereinigung so schnell gefolgt zu sein.

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