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Beverunger SPD-Stadtratsfraktion trifft sich mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Lauenförde zum Gedankenaustausch

Villa Löwenherz wird zur Ideenschmiede

Lauenförde/Beverungen

Zu einem gemeinsamen Meinungsaustausch trafen sich die SPD-Stadtratsfraktion aus Beverungen und Mitglieder des SPD-Ortsvereins Lauenförde getroffen. Bürgermeister Werner Tyrasa führte die Beverunger Gäste durch die geschichtsträchtige Villa Löwenherz und erläuterte die enorme Bedeutung der Familie Löwenherz für Lauenförde und Umgebung.

SPD-Mitglieder aus Beverungen und Lauenförde haben sich in der Villa Löwenherz getroffen. Foto: SPD

Was zunächst einmal als erster Gedankenaustausch gedacht war, entwickelte sich im Laufe der regen Diskussion zu einer „richtigen Ideenschmiede“, so der Beverunger Fraktionsvorsitzender Rolf-Dieter Crois. Erste gemeinsame Projekte seien skizziert und auf den Weg gebracht worden.

Die SPD-Ratsfraktion Beverungen hatte in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause einen Antrag gestellt, auf der Beverunger Weserseite ein großes gelbes W aufzustellen, um weithin sichtbar zu verdeutlichen: „Wir wollen kein Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Stoffe in Würgassen.“ Die Lauenförder Genossinnen und Genossen schlossen sich dieser Aussage an und wollen die Aktion nun zeitgleich auf „ihrer“ Weserseite durchführen. Weitere flankierende Maßnahmen, wie eine Infoveranstaltung oder visuelle Protestaktionen an bestimmten Gefahrenstellen, sollen gemeinsam durchgeführt werden.

Ein weiteres Diskussionsthema war der Umbau des Lauenförder Kindergartens, der bei Politik und Bevölkerung für erheblichen Diskussionsstoff sorgt. Die Lauenförder erläuterten der Beverunger Fraktion die vor und während der Umbauphase aufgetretenen Probleme und gaben viele wichtige Tipps. In Beverungen wird derzeit über einen Um- oder Neubau der Grundschule nachgedacht. „Hier kann jeder Hinweis hilfreich sein, um im Vorfeld Fehler zu vermeiden“, so Crois.

Ein Thema, das die Sozialdemokraten auf beiden Seiten der Weser schon seit Jahrzehnten beschäftigt, ist der geplante und immer wieder verschobene Bau der „Umgehungsstraße“. „Der köchelt weiterhin auf kleinster Flamme vor sich hin. Rings um Beverungen und Lauenförde werden die Straßen ertüchtigt, Beverungen und Lauenförde bleiben unberücksichtigt“, so die SPD. Mit der Fertigstellung der Umgehung Helmarshausen werde Kassel zum neuen Oberzentrum, die Städte Göttingen und Paderborn würden dagegen abgehängt. Hier war man sich einig, mit „Löwenmut“ auf Lauenförder Seite und „der Beharrlichkeit eines Bibers“ seitens der Beverunger wirkungsvolle Aktionen zu planen und durchzuführen.

Als Fazit dieses ersten gemeinsamen Treffens links und rechts der Weserbrücke halten die Sozialdemokraten fest: „Es gibt viele gute Ansätze und viel zu tun!“ Eine Neuauflage der Runde ist bereits geplant.

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