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Wenn aus dem Zimmer ein Snoezel- und Erlebnisraum wird: Stadt Delbrück schafft „Qwiek.up“-Geräte an

Virtuelle Welten auf Knopfdruck

Delbrück

Ein virtueller Tauchgang in ein Korallenriff, ein entspannender Spaziergang durch den Wald, Winterstimmung in der Natur oder ein festlicher Ball und das alles denkbar einfach auf Knopfdruck: Das können zwei von der Stadt Delbrück erworbene sogenannte „Qwiek.up“-Geräte bieten.

Von Axel Langer

Stellen das „Qwiek.up“-Gerät mit einer Tauchszene in einem Korallenriff vor (von links): Bürgermeister Werner Peitz, Sonja Mc Govern ( Leiterin der Kindertagesstätte Kunterbunt), Sarah Wydrinna (Fachbereich Bildung/Sport/Kultur), Andrea Grabbe (Leiterin des Familienzentrums Purzelbaum) sowie die Regionalmanagerin der Leader-Region Lippe-Möhnesee, Dr. Christina Steinbicker. Foto: Axel Langer

Aktuell stehen die Geräte im Familienzentrum Purzelbaum und in der Kita Kunterbunt. Die Anschaffung wurde aus Mitteln der Kleinprojekteförderung des Bundes möglich, an der sich Kommunen beteiligen können, die von der Leader-Förderung profitieren können.

Bei dem „Qwiek.up“-System, das in den Niederlanden entwickelt wurde, handelt es sich um einen mobilen Projektor, der in jedem Zimmer aufgestellt werden und diesen in einen Snoezel- und Erlebnisraum verwandeln kann. Auf verschiedenen USB-Sticks sind digitale Film- oder Fotosequenzen abgespeichert. Diese Szenen können, mit passender Musik oder stimmigen Umgebungsgeräuschen unterlegt, abgespielt werden. Die Größe passt das Gerät automatisch an die zur Verfügung stehende Fläche an der Wand oder unter der Decke an. „Ohne umständlichen Aufbau hat man eine Filmpräsentation auf Knopf­druck“, erklärt Fachbereichsleiterin Sarah Wydrinna.

„Die Kinder reagieren sofort auf die Filme, egal ob man Bewegung oder Interaktion, Entspannungs- und Ruhephasen oder andere Aktionen fördern möchte“, haben Sonja Mc Govern, Leiterin der Kita Kunterbunt, und Andrea Grabbe, Leiterin des Familienzentrums Purzelbaum, schon sehr gute Erfahrungen gesammelt. Die ganzheitliche Wahrnehmung werde durch das Bild-Ton-Erlebnis gefördert und diene der Sprachförderung sowie der Wissenserweiterung. „Auch für Kinder mit Handicap ist das System sehr gut geeignet“, betont Sonja Mc Govern und sieht in der Anschaffung eine sinnvolle Förderung der Inklusion.

Von den Anschaffungskosten in Höhe von 12.250 Euro übernimmt die Kleinprojekteförderung 80 Prozent, die Stadt Delbrück trägt die restlichen 20 Prozent.

Vorrangig soll das „Qwiek.up“-System in städtischen Kitas eingesetzt werden. Ein Verleih an Kindertageseinrichtungen privater Träger, das Hallenbad zur Unterstützung der Wassergymnastik, den Delbrücker Jugendtreff, an Senioreneinrichtungen oder die Handicap Kidz ist vorgesehen. Im Fachbereich Bildung/Sport/Kultur kann das Gerät reserviert werden.

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