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Nach mehreren Anschlägen auf Geldautomaten

Volksbank und Sparkasse schließen Standorte in Künsebeck und Hörste

Halle-Künsebeck

Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl der Anschläge auf Geldautomaten in der Region haben die Kreissparkasse Halle und die Volksbank Halle entschieden, ihre Standorte in Künsebeck und Hörste zu schließen. An einer gemeinsamen Lösung zur Bargeldversorgung vor Ort werde gearbeitet. Das teilten die Geldinstitute am Montagnachmittag mit.

Die Filiale der Kreissparkasse in Halle-Künsebeck. Foto: Kerstin Eigendorf

Nach dem jüngsten Überfall auf die Geschäftsstelle der Kreissparkasse in Künsebeck in der Nacht zu Donnerstag – bei dem die Sprengung zum Glück nicht ausgeführt wurde – steht für beide Kreditinstitute die Sicherheit von Menschen und Gebäuden an erster Stelle. Sie haben sich daher für ein gemeinsames Vorgehen entschieden.

„Die Häufung der Anschläge macht uns Sorge, ebenso die Unvorhersehbarkeit der nächsten Attacke und die wachsende Brutalität der Ausführung. Dieses Risiko für Bewohner und Nachbarschaft können wir nicht mehr verantworten. Wir bedauern diesen Schritt, doch wir wollen rechtzeitig vorbeugen“, begründen Hartwig Mathmann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, und Harald Herkströter, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, gemeinsam die rasche Entscheidung für die Standortschließungen. Denn oft liegen die Gebäude in direkter Nähe zur Wohnbebauung oder sie haben – wie in den Geschäftsstellen in Künsebeck und Hörste – Wohneinheiten im selben Gebäude.

Beide Institute arbeiten an einer Lösung für eine sichere Bargeldversorgung in Künsebeck und Hörste. Sobald Näheres dazu feststeht, werde eine „zeitnahe Kommunikation“ von beiden Kreditinstituten erfolgen, kündigen sie an.

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