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DLRG-Ortsgruppe Paderborn blickt auf ein durch die Pandemie verändertes Vereinsleben zurück

Voller Einsatz trotz Einschränkungen

Paderborn

Zum ersten Mal hat Pierre Rojahn als Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Paderborn die Mitgliederversammlung eröffnen können. Um diese trotz der aktuellen Situation stattfinden lassen zu können, fiel die Wahl für den Versammlungsort auf die Mehrzweckhalle in Sande. Mit ihrer Nähe zum Lippesee und damit zur Wasserrettungsstation war es für die DLRG eine gute Alternative.

Von und

Die Paderborner DLRG-Ortsgruppe hat mehrere Mitglieder auszeichnen können.

„Die Wörter ‚kein‘ und ‚nicht‘ sind die Wörter, die das Jahr 2020 kurz zusammengefasst ausdrücken“, berichtete die stellvertretende Vorsitzende Nicole Glawe-Miersch. Das zog sich durch alle Berichte der einzelnen Bereiche: weitgehend kein Schwimmunterricht, keine Rettungsschwimmausbildung, abgesagte Ausbildungen im Katastrophenschutzbereich und im Sanitätsbereich. Diesen Rückstau aufzuholen werde eine sehr große Herausforderung in den nächsten Jahren sein, heißt es von der Ortsgruppe. Lieb gewonnene Traditionen wie das Fackelschwimmen beim Absegeln auf dem Lippesee oder das Silvesterschwimmen konnten nicht stattfinden.

Aber nicht alles lag brach. Der Wasserrettungsdienst am Lippesee wurde trotz strenger Auflagen mit Engagement durchgeführt. Die Einsatzkräfte der Ortsgruppe waren stets einsatzbereit und wurden mehrfach angefordert. Nach der Flutkatastrophe waren einige Mitglieder in den betroffenen Regionen im Einsatz oder auf Abruf bereit. Viele ehrenamtliche Stunden kamen bei der Unterstützung des DRK Schloß Neuhaus bei Schnelltestungen zusammen.

Schnitzeljagd statt Pfingstzeltlager

Die Jugend engagierte sich mit dem Angebot eines Einkaufsdienstes für Menschen in Quarantäne oder Menschen, die ihr Haus aus anderen Gründen nicht verlassen konnten. Für Kinder organisierten sie Bastelaktionen an Weihnachten und Ostern, die die Kinder mit ihren Eltern durchführen konnten und statt des Pfingstzeltlagers gab eine Schnitzeljagd rund um den Lippesee. Wo möglich, fanden Angebote online statt, wie beispielsweise das Helfermahl. Für den Bereich Schwimmen wurde ein Konzept erstellt, um möglichst vielen Kindern und Jugendlichen nach einer Öffnung der Bäder das Schwimmen zu ermöglichen.

Gestartet ist in diesem Jahr die Modernisierung der Wasserrettungsstation. Die Ortsgruppe erhielt dafür vom Land NRW einen Förderbescheid. Der größte Bauabschnitt beginne im Oktober, wurde berichtet. Zur Eröffnung des Wasserrettungsdienstes 2022 soll der Umbau abgeschlossen sein.

Neben Berichten gab es auch Ehrungen. So wurden Nicole Glawe-Miersch, Jan-Uve Walter, Simone Fick, Sergej Grabowski, Michael Grabowski und Simon Michels ausgezeichnet.

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