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Die Schrulle aus dem Sauerland: Kabarettistin Karin Berkenkopf begeistert als Frieda Braun 400 Gäste in der Aula am Gymnasium

Von Höcksken auf Stöcksken gequasselt

Schloß Holte-Stukenbrock

In der Aula des Gymnasiums wurde am Samstagabend gesabbelt und gesabbelt – die Kabarettistin Karin Berkenkopf alias Frieda Braun war zu Gast und begeisterte 400 Gäste. Die Sauerländerin kam dabei redensartlich von Höcksken auf Stöcksken, sie hatte halt viel zu erzählen.

Von Andreas Berenbrinker

Foto: Andreas Berenbrinker

Das Unverkennbare an den Erzählungen von Frieda Braun ist, dass sich so gut wie jeder im Saal in ihnen wiederfinden kann. Die Frieda aus Winterberg erzählt überspitzt, pointiert und mit unwahrscheinlich viel Wortwitz, aber es sind Geschichten aus dem Alltag von Ottonormalverbraucher. So kann sie einen minutenlangen Monolog über die großen Haribo-Colorado-Packungen halten, ohne dass es langweilig wird. „Jeder hat doch seine Lieblingsteile in dem Ding“, sagt Frieda Braun und erntet zustimmendes Gemurmel in der Aula des Gymnasiums. Sie selbst mag die „Lakritz-Rollen mit Zuckerdarm“ am liebsten. Zunächst würde man seine Lieblingsstücke fein mit zwei Fingern von der Oberfläche nehmen. „Später wird geschabt, gewühlt und am Ende geschüttelt“, so Braun, die auch eine Erklärung liefert, warum man immer mehrere Süßigkeiten aus der Packung nimmt. „Wenn Lakritze zwischen den Zähnen hängenbleibt, muss man halt ein zweites nehmen.“ Frieda Braun spricht dann vom „Putzer-Lakritz“. Mit Argwohn beobachtet sie Naschkatzen, die die Himbeeren in den Packungen mögen. „Was müssen das nur für Menschen sein?“ Schlussendlich würde sie die Dinger aber auch essen…

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