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64 Oldtimer machen bei ADAC-Ausfahrt Station auf dem Bilster Berg

Von Lenkern und Denkern

Bad Driburg

64 chromblitzende und topgepflegte Oldtimer sind am Samstag unterwegs durch den Kreis Höxter gewesen. Station machte die 80. Auflage der Westfalen-Lippe-Fahrt des ADAC auch auf dem Gelände der Test- und Präsentationsstrecke Bilster Berg. Hier konnten die Fahrer zu Mittagessen und mussten ihr Können bei einem Fahren auf Zeit unter Beweis stellen.

Dietmar Riegel (rechts) und Fritz Katzenstein wollten eigentlich mit einem Käfer kommen. Weil der aber einen Defekt hatte, fuhren sie schließlich Fiat. Die Schloss Holter Richard Lüke (links) und Marvin Pollmeier benutzten die Lupe zum Finden des richtigen Weges. Foto:

Mit dabei waren auch Dietmar Riegel (77) und Fritz Katzenstein (67). Die beiden Bielefelder fuhren mit einem Fiat 127 von 1979. Wobei Riegel fuhr und Katzenstein so etwas wie das menschliche Navigationssystem des Kleinwagens war und den Karten der Organisatoren folgend die Wegstrecke vorgab. Für Aufgaben, die auf Zeit zu erledigen waren, hatte sich der erfahrene Oldtimerfan ein Klemmbrett mit drei Stoppuhren gebaut.

Ihr Fiat, „ein echtes Rentnerauto“, hat erst 42.000 Kilometer gelaufen. Vor zehn Jahren ersteigerte es Katzenstein auf Ebay. Das Fahrzeug befinde sich im Originalzustand, berichtete der Bielefelder auf dem Bilster Berg. „Der kriegt nur TÜV und Ölwechsel“.

Eine jüngere, aber nicht weniger in alte Autos verliebte Generation, stellten Richard Lüke und Marvin Pollmeier dar. Seit die 31-Jährigen den Führerschein haben, fahren sie bei der ADAC-Ausfahrt mit. „Nur eine haben wir verpasst, da haben wir Deutsch-Abi geschrieben“, erinnern sich die Schloss Holter. Sie waren am Samstag mit einer schweren Limousine unterwegs: einem Mercedes 280S, Baujahr 1965 mit 180 PS. „Der fährt sich wie ein Schiff“, sagt Pollmeier, in dessen Familienbesitz sich der Mercedes befindet.

Nicht fehlen durften bei der ADAC-Ausfahrt auch die Gelben Engel. Andreas Krohn (64) und Andreas Leipe (53) begleiteten die Oldtimer-Fahrer. Von Augustdorf bis zum Bilster Berg brauchten sie aber nur einmal eingreifen. Bei einem VW-Golf-Cabrio machte am Hermannsdenkmal das Hitzeschutzblech der Bremsen eigentümliche Geräusche. „Das haben wir sehr zur Freude der Fahrerinnen aber wieder hinbekommen“, berichtet Krohn.

Vom Bilster Berg ging es weiter durch Bellersen, Erwitzen, Pömbsen, Merlsheim und Leopoldstal zum Kurpark in Bad Meinberg, wo das Fahrerfeld von zahlreichen Zuschauern begeistert begrüßt wurde. Dort gab es für die Oldtimerfans ausreichend Gelegenheit zum Benzingespräch mit den Teams der liebevoll restaurierten und gepflegten, alten Autos. Frisch gestärkt mit Kaffee und Kuchen ging es für die Teams im Minutentakt weiter durch Horn und Berlebeck in Richtung Zielankunft an der Oase Haus Senne in Augustdorf.

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