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Vertreterversammlung des Spar- und Bauvereins Paderborn

Vorstand empfiehlt fünf Prozent Dividende

Paderborn

Der Spar- und Bauverein Paderborn hat im abgelaufenen Geschäftsjahr alle vorgesehenen Sanierungs- und Neubauprojekte wie geplant realisiert. Das wurde jetzt Vertretern und Miteigentümern der Wohnungsbaugenossenschaft während der digital abgehaltenen Vertreterversammlung bekannt gegeben.

Vorstand und Aufsichtsrat (von links): Hermann Loges, Dr. Ernst Warsitz, Hubert Böddeker, Paul Knocke und Thorsten Mertens. Foto:

Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Böddeker betonte, dass auch unter Coronabedingungen die Umsetzung von innovativen Ideen in den Wohnquartieren von Paderborn forciert worden sei – nicht zuletzt mit dem Abschluss des letzten Bauabschnitts „Franz-Hitze-Straße“ des erfolgreichen Inklusionsprojekts „Pontanus-Carré“ im Riemekeviertel.

Vorstandssprecher Thorsten Mertens zeigte eine enorme Spreizung der Neubau- und Bestandsmieten, aber auch der Kaufpreise in Deutschland: „Klare Botschaft in Anbetracht dieser Zahlen ist wohl eindeutig die, dass gerade der Spar- und Bauverein wohl kaum zu den Treibern von Mietsteigerungen zählt. Zeigen schon die Vergleichsmieten Paderborns einen eklatanten Kontrast zu den Topstädten auf, so liegt die Durchschnittsmiete des Spar- und Bauvereins mit 5,59 Euro je Quadratmeter signifikant unter dem Paderborner Schnitt“.

Vorstandssprecher Thorsten Mertens

Des Weiteren ging Mertens auf die Entwicklung der Mieten im direkten Kontext zu explodierenden Grundstücks- und Baukosten ein: „Klimaschutz ist unbestritten von höchster Bedeutung, kostet aber auch enorm viel Geld. Energetische Sanierungen und noch bessere Gebäudetechnik verursachten jedoch Investitionskosten in Größenordnungen, die für die Wohnungswirtschaft allein nicht mehr tragbar sind. Schon gar nicht zu bezahlbaren Mieten.

Der Vorstandssprecher erläuterte einige Konsequenzen des aktuell überarbeiteten Klimaschutzgesetzes und die daraus resultierende Gefahr, dass der Klimaschutz im schlimmsten Fall in ein soziales Wohn-Dilemma führen könne, denn weitere administrative Kostensteigerungen würden zwangsläufig Reduzierungen von Investitionen erzwingen und bezüglich Klimaschutz völlig kontraproduktiv wirken, ebenso im Geldbeutel der Mieter, die man eigentlich entlasten wollte.

Der Spar- und Bauverein empfahl seinen Mitgliedern, zur Verwendung des Bilanzgewinnes 2020 auch in diesem Jahr eine Dividende von fünf Prozent auszuschütten. Weiter wurden in der Versammlung Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Böddeker sowie Paul Knocke und Dr. Ernst Warsitz als Mitglieder des Aufsichtsrates wiedergewählt.

Der komplette Geschäftsbericht ist im Internet veröffentlicht: www.spar-und-bauverein.de/ueber-uns/geschaeftszahlen/.

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