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Sturmwarnung: Forstämter treffen Vorsorge und schützen Verkehrsteilnehmer

Waldwege im Solling geschlossen

Kreis Höxter/Neuhaus

Das Niedersächsische Forstamt Dassel trifft Vorsorge für einen angekündigten Sturm. Drei öffentliche Forstwege im Solling sind von diesem Mittwoch, 16. Februar, bis voraussichtlich Samstag, 19. Februar, für den Verkehr voll gesperrt. Das Regionalforstamt Hochstift warnt vor einem Betreten der Wälder.

Das Wurzelwerk hält viele Bäume bei Sturmböen nicht im Boden: Im Wald am Sollinghang zwischen Boffzen und Lüchtringen haben Spaziergänger am sonnigen Wochenende diesen umgekippten Baum entdeckt. Foto: Sabine Robrecht

Andreas Gräbeldinger vom Forstamt Dassel hat folgende Straßen im Landkreis Northeim sperren lassen: die Silberborner Straße zwischen Sievershausen und der L 549, die Lakenstraße zwischen der L 548 und der L 549 sowie die Uslarsche Straße zwischen Abbecke und der L 548.

„Die öffentlichen Waldwege der Niedersächsischen Landesforsten werden von Autofahrern gerne als Abkürzungen genutzt. Das Befahren dieser Wege ist bei Sturm sehr gefährlich, da zahlreiche Trockenäste in den Bäumen hängen und dicht an der Straße wachsende Altbäume leicht vom Sturm geworfen werden können“, begründet der Förster die vorsorgliche Vollsperrung. Die Waldböden seien aktuell aufgeweicht und böten den Wurzel weniger Halt.

Schwere Unfälle

Bei früheren Stürmen war es, wie die Forstfachleute hervorheben, zu schweren Unfällen gekommen. „Nicht nur Verkehrsteilnehmer bringen sich auf diesen Waldstrecken bei Sturm in Gefahr. Auch Rettungskräfte gefährden ihr Leben, wenn sie Einsätze fahren müssen, um im Wald eingeschlossene Verkehrsteilnehmer zur bergen“, erinnert Förster Andreas Gräbeldinger an einen Unfall beim Sturm Niklas im Jahr 2015. Ziel müsse sein, die Rettungskräfte nicht mit der Bergung von Unfällen im Wald zu binden

Auch Unfalle hat es bei den Stürmen der Vergangenheit immer wieder gegeben. Foto: Foto: Niedersächsische Landesforsten

Die Niedersächsischen Landesforsten und auch das Regionalforstamt Hochstift warnen vor dem Betreten der Wälder. Autofahrer sollten Straßen durch Waldgebiete meiden und sichere Umwege wählen. Forstleute rechnen mit Windwurf-Schäden, da der Boden infolge anhaltender Regenfälle aufgeweicht ist.

Spaziergänger sollten die Wälder erst wieder betreten, wenn der Sturm vollständig abgezogen ist. Auch Tage nach einem Unwetter mit schweren Sturmböen können abgebrochene Äste, die noch in den Baumkronen hängen, Waldbesucher gefährden. Wanderer müssen in den kommenden Wochen damit rechnen, dass einzelne Bäume über den Wegen liegen und vorerst nicht weggeräumt werden.Die Niedersächsischen Landesforsten warnen vor dem Betreten der Wälder. Autofahrer sollten Straßen durch Waldgebiete meiden und sichere Umwege wählen.

Forstleute rechnen mit Windwurf-Schäden, da der Boden infolge anhaltender Regenfälle aufgeweicht ist. Spaziergänger sollten die Wälder erst wieder betreten, wenn der Sturm vollständig abgezogen ist. Auch Tage nach einem Unwetter mit schweren Sturmböen können abgebrochene Äste, die noch in den Baumkronen hängen, Waldbesucher gefährden. Wanderer müssen in den kommenden Wochen damit rechnen, dass einzelne Bäume über den Wegen liegen und vorerst nicht weggeräumt werden.

Orkantief „Friederike“

Dieses Szenario erinnert die Menschen einen der größten Stürme der vergangenen Jahre, das Orkantief „Friederike“ im Januar 2018. Die schweren Sturmböen haben in den heimischen Wäldern so massive Schäden angerichtet, dass Spuren dieses Unwetters auch heute noch sichtbar sind.

Angesichts der aktuellen Sturmwarnungen behalten die Fachleute in den Regionalforstämtern in Nordrhein-Westfalen die Wälder ebenfalls im Auge.

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