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Hanne-Bette-Beginen-Stiftung vergibt Ehrenpreis für bürgerschaftliches Engagement

Waltraud Lahme ausgezeichnet

Delbrück

„Bürgerschaftliches Engagement kann man gar nicht hoch genug schätzen. Dies zu würdigen ist eine wichtige Sache“, sagt Hanne Bette. Die Vollendung ihres 93. Lebensjahres nahmen sie und die von ihr initiierte Hanne-Bette-Beginen-Stiftung zum Anlass, zum zweiten Mal einen Ehrenpreis zu vergeben. Nach 2019 und einer coronabedingten Pause entschied sich der Stiftungsvorstand, den Ehrenpreis an Waltraud Lahme zu verleihen.

Von Axel Langer

Den Ehrenpreis für bürgerschaftliches Engagement überreichte Gisela Päsch-Pilz (von links) vom Stiftungsvorstand der Hanne-Bette-Beginen-Stiftung an Waltraud Lahme. Dem Vorstand gehören außerdem Bettina Kuhlmann, die Vorstandsvorsitzende Hanne Bette und Renate Pape an. Foto: Axel Langer

In diesem Jahr hat die Stiftung mit Waltraud Lahme einen vorbildlichen Aktivposten in der Flüchtlingshilfe ausgewählt. „Über Jahrtausende gibt es Flüchtlinge. Die Integration ist eine wichtige Aufgabe. Dabei fiel in Delbrück immer wieder der Name von Waltraud Lahme“, begründete Gisela Päsch-Pilz die Wahl. Zur Zeit gewährt Waltraud Lahme einer fünfköpfigen Familie Unterschlupf, die sie wegen eines nicht von der Familie verursachten Wasserschadens bei sich aufgenommen hat.

Im kleinen Kreis konnte der mit einem Geldbetrag dotierte Ehrenpreis übergeben werden. „Die Flüchtlingsarbeit ist anstrengend, man erlebt die Höhen und Tiefen in den Familien mit. Besonders die Betreuung von Kindern ist wichtig und stellt für mich eine Bereicherung dar“, berichtet Waltraud Lahme aus ihrem ehrenamtlichen Engagement.

Leider nehme die Zahl der Helfer immer weiter ab, so dass das Engagement auf immer weniger Schultern verteilt werde. Den geflüchteten Familien eine Perspektive aufzuzeigen sei ihr wichtig.

In Deutschland gibt es heute rund 20 Beginenhäuser. Alleinstehende Frauen jeden Alters mit oder ohne Kind finden hier einen Lebensmittelpunkt, der es ihnen ermöglicht, in getrennten Wohnungen und trotzdem in Gemeinschaft zu leben. Zusätzlich zu den Wohnungen gibt es ein Appartement für Gäste und einen Gemeinschaftsbereich, der beispielsweise für regelmäßige Treffen der Hausbewohnerinnen genutzt wird.

Wer Interesse an dieser Wohnform hat, kann sich in eine Warteliste eintragen lassen. Weitere Info gibt es auf der Homepage.

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