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Bahn AG antwortet heimischen SPD-Abgeordneten

Warum der ICE wegfällt

Bielefeld

Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember verliert Ostwestfalen-Lippe seine ICE-Direktverbindung über Frankfurt nach Basel und zurück. Die ICE-Züge 102 und 103 verkehren dann nicht mehr zwischen Hannover und Basel, sondern zwischen Köln und Basel. Diese Verschlechterung der Anbindung von OWL an den Fernverkehr beschäftigt auch die Politik.

Von Andreas Schnadwinkel

Ein ICE 3, Baureihe 407. Foto: DB/Bartlomiej Banaszak

Die heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten wollten von der Bahn eine Begründung und haben jetzt die Antwort erhalten. Man wolle das Fernverkehrssystem neben den zusätzlichen Reiseverbindungen auch „robuster aufstellen“, um die Betriebsqualität zu verbessern. Die Bahn schreibt weiter, sie optimiere den Einsatz der Fahrzeuge „im Hinblick auf deren Wartung und Instandhaltung an den passenden Werkstandorten.“ So werde eine „stabilere Bereitstellung der ICE- und Intercity-Züge am Morgen“ gewährleistet.

Die Bahn AG

„Das beim ICE 102/103 eingesetzte Fahrzeug vom Typ ICE 3 kann im Werk Hannover nicht gewartet und versorgt werden, da der ICE 3 in der Regel nicht rund um Hannover eingesetzt wird und die dortigen Werkstätten für diese Fahrzeuge nicht ausgerüstet sind“, schreibt die Bahn und verweist auf die neuen Verbindungen. Am Abend ersetzt der IC 2341 den ICE 102 von Köln nach Hannover. Morgens verkehrt der IC 2040 anstelle des ICE 103 von Hannover nach Köln.

Vertreter von Fahrgastverbänden kritisieren, dass die Umsteigezeit mit acht Minuten in Köln zu kurz sei und aufgrund häufiger Verspätungen die Züge dann nicht erreicht würden.

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