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DRK-Kita „Herz über Kopf“ in Versmold erhält regelmäßig Besuch von einem Therapiehund

Warum Jaison mit sieben Jahren noch in die Kita darf

Versmold

Jaison ist sieben Jahre alt. Für den Kindergarten ist er damit eigentlich schon zu alt. Dennoch besucht Jaison regelmäßig die DRK-Kita „Herz über Kopf“ in Loxten – und ist überhaupt ein gern gesehener Vierbeiner.

Jaison, Therapiehund von Sabrina Franzkoch, ist in der DRK-Kita „Herz über Kopf“ in Versmold gern gesehener Gast. Das Foto zeigt ihn und sein „Frauchen“ mit Emilia, Jayden, Samy und Sam. Foto: DRK

Nie kommt Jaison bei seinen Besuchen allein. Immer an seiner Seite ist „Frauchen“ Sabrina Franzkoch. Denn Jaison ist ein Hund. Genauer gesagt, ein Therapiehund. Seitdem er in Loxten ein und aus geht, haben die Kinder der Kita den Golden-Retriever-Rüden in ihr Herz geschlossen.

Seit sechs Jahren sind Sabrina Franzkoch und Jaison ein eingespieltes Team. Sie besuchen die unterschiedlichsten Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Altenheime. Im Mittelpunkt der Kita-Besuche steht dabei die tiergestützte pädagogische Arbeit.

Nicht nur streicheln: Auch Verantwortung soll vermittelt werden

„Hier geht es nicht allein darum, dass die Kinder den Hund streicheln dürfen. Es geht auch um die Übernahme von Verantwortung“, erläutert Sabrina Franzkoch. Die Kinder dürften dem Hund Befehle erteilen, sie müssten aber auch lernen, sich an Regeln zu halten, sagt Franzkoch, die an der Uni Bielefeld Lehramt studiert hat, ihr Herz aber schon früh mehr für das Tier entdeckte und jetzt in Oelde unter dem Namen „Dog Education“ eine Hundeschule betreibt.

Gern gesehene Gäste sind Franzkoch und Jaison übrigens nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Erzieherinnen der Kita „Herz über Kopf“, die bei ihren Schützlingen zum Teil erstaunliche Entwicklungen beobachten. „Manche Kinder haben anfangs noch Berührungsängste“, sagt Kita-Leiterin Ina Ammon-Lindhorst. Dies lege sich in der Regel jedoch ganz schnell. Schließlich hätten die Kinder immer die Möglichkeit, eine Situation erst zu beobachten. Erst danach entschieden sie, ob, wann und wie sie Kontakt zu Jaison aufnehmen. Ammon-Lindhorst: „Bis jetzt gab es kaum ein Kind, das am Ende der Stunde nicht mit dem Hund spielen wollte.“

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