Erzbistum weiht vier Diakone zu Priestern – Kandidaten aus Westenholz und Hövelhof erzählen

Was ihnen als Priester wichtig ist

Delbrück/Hövelhof

Vier Seminaristen des Erz­bischöflichen Priesterseminars bereiten sich in diesen Tagen auf den Empfang des Sakraments der Priester­weihe vor: die Diakone Stephan Kersting aus Westenholz, Florian Reddeker aus Hövelhof sowie Jonathan Berschauer aus Wilnsdorf-Rödgen und Rolf Marcel Fischer aus Hagen, teilte das Erzbistum Paderborn mit.

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Zukünftige Priester: Jonathan Berschauer aus Wilnsdorf-Rödgen, Florian Reddeker aus Hövelhof, Stephan Kersting aus Westenholz und Rolf Marcel Fischer aus Hagen (von links) bereiten sich auf ihre Priesterweihe vor. Erzbischof Hans-Josef Becker spendet ihnen das Weihesakrament im Paderborner Dom. Foto: Thomas Throenle/Erzbistum Paderborn

Erzbischof Hans-Josef Becker wird sie an diesem Samstag, 22. Mai, im Paderborner Dom weihen. Die beide Diakone aus Delbrück und Hövelhof erzählen vorab, was ihnen als zukünftige Priester wichtig ist.

Messdiener, Mitglied des Pfarrgemeinderates, Firmkatechet, Organist: Stephan Kersting, geboren 1987, aus der Pfarrei St. Joseph in Westenholz war schon während seiner Jugend in der Kirchengemeinde vielfältig engagiert. Das Abitur machte Kersting 2007 am Gymnasium Nepomucenum in Rietberg.

Auf die Frage, was es für ihn bedeutet, als Christ berufen zu sein, sagt Kersting: „Christ sein bedeutet für mich, eine tiefe Freundschaft mit Jesus zu leben und den Blick für meine Mitmenschen zu haben.“ Priesterweihekandidat Kersting glaubt fest daran, dass Jesus ihm und allen, die ihm vertrauen, ein Leben in Fülle schenken kann. „Als Christen sind wir alle berufen, genau diese Botschaft mutig in die Welt zu tragen: Gott hat für jeden von uns einen Plan und damit möchte er uns glücklich machen. Wir können und dürfen ihm vertrauen.“

Nach dem Abitur absolvierte Kersting bis 2012 ein Lehramtsstudium an der Universität Paderborn mit den Fächern Geschichte, Englisch und Religion. Danach studierte er an der Theologischen Fakultät Paderborn und der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom Philosophie und Theologie. „Was ich selbst durch den Glauben mit und durch die Kirche an Erfüllung für mein Leben erfahre, möchte ich unbedingt weiter geben. Ich wünsche mir, Menschen auf dem Weg in eine tiefe Freundschaft mit Jesus in der Gemeinschaft der Kirche begleiten zu dürfen.“

Er betont: „Ich möchte das Glück meines Lebens mit vielen Menschen teilen. Ich möchte mit an seiner Kirche bauen, dass wir weiter zueinander finden und gemeinsam tief in Jesus verwurzelt sein können.“

Das Schul- und Gemeindepraktikum sowie sein Diakonat absolvierte Kersting im Pastoralen Raum Am Revierpark in Dortmund. „Als zukünftigem Priester ist mir wichtig zu erkennen, wo ich gebraucht werde. Ich möchte die Talente, die mir geschenkt wurden, so einsetzen, dass Menschen dadurch im Glauben und Leben auf Jesus und aufeinander hin wachsen können“, sagt Kersting.

„Als Christ zu leben bedeutet für mich ein hoffnungsvolles Gehen in die Zukunft“, erklärt Florian Reddeker aus der Pfarrei St. Johannes Nepomuk in Hövelhof. Er wurde 1992 geboren und absolvierte nach seinem Abitur am Gymnasium Schloß Neuhaus von 2011 bis 2012 einen Bundesfreiwilligendienst in der Katholischen Hochschulgemeinde in Paderborn. In der Kirche hat sich Reddeker als Messdiener und in der Firmvorbereitung engagiert.

Nach dem Bundesfreiwilligendienst studierte er zunächst zwei Semester an der Universität Bielefeld Rechtswissenschaft, bevor er von 2013 bis 2018 dann an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Theologie studierte. Im Januar 2019 trat Reddeker ins Erzbischöfliche Priesterseminar Paderborn ein.

„Sakramente sind Zeichen der Nähe Gottes zu uns Menschen. Als Priester möchte ich den Menschen vor allem diese Nähe ermöglichen und die Sakramente spenden“, erläutert der Weihekandidat seinen Wunsch, Priester zu werden. „Ich möchte mich mit Menschen auf die Suche begeben und immer wieder Gott im Leben entdecken.“

Ihm sei es als Seelsorger wichtig, Menschen von Jesus von Nazareth zu erzählen und sie auf ihrem persönlichen Glaubensweg in allen Hoffnungen, Fragen und auch den Enttäuschungen zu begleiten, sagt Weihekandidat Reddeker im Hinblick auf seinen zukünftigen priesterlichen Dienst. Er ist überzeugt: „Gott geht den Weg von Menschen mit und will ihnen nahe sein – in Freude und im Leiden, ja sogar im Tod und darüber hinaus.“

Sein Schul- und Gemeindepraktikum absolvierte Reddeker im Pastoralen Raum Am Phoenixsee in Dortmund, wo er auch nach seiner Diakonenweihe als Diakon tätig war.

Priesterweihe im Livestream

Der Gottesdienst mit der Spendung der Priesterweihe wird am kommenden Samstag, 22. Mai, dem Vigiltag von Pfingsten, im Hohen Dom zu Paderborn gefeiert. Der Gottesdienst mit Erzbischof Hans-Josef Becker beginnt um 10 Uhr. Wegen der Corona-Pandemie können nur geladene Gäste den Gottesdienst unmittelbar mitfeiern. Die Weihe-Liturgie wird via Live-Stream übertragen, so dass dennoch alle Interessierten dabei sein können. Informationen zum Live-Stream gibt es ab dem Vortag der Priesterweihe online unter www.priesterseminar-paderborn.de.

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