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Norbert Hoffmann und Melanie Glade beantworten Fragen der WESTFALEN-BLATT-Leser

Was man zum Start der Oktoberwoche wissen muss

Warburg

Die 72. Warburger Oktoberwoche wird ein besonderes Fest. Die Corona-Pandemie sorgt für Einschränkungen, Absagen, Umplanungen. Daraus ergeben sich Fragen für viele Leser, die in den vergangenen Tagen auch die Redaktion an der Kalandstraße erreicht haben. Redaktionsleiter Jürgen Vahle hat sie gesammelt und die Oktoberwochen-Manager Norbert Hoffmann und Melanie Glade gebeten, sie zu beantworten.

Auf solchen Transparenten am Eingang werden die Regeln für die Oktoberwoche erklärt. Melanie Glade und Norbert Hoffmann beantworten im WB-Gespräch viele Fragen der Leser. Foto: Jürgen Vahle

3000 Besucher dürfen auf den Festplatz, 1000 ins Zelt. Das reicht doch bei weitem nicht aus. Oder?

Wir denken schon. Am normalen Samstag sind zwischen 6000 und 7000 Besucher zusammen auf dem Festplatz und im Zelt. In diesem Jahr haben wir aber die Werbung für die Oktoberwoche gedrosselt, auch nicht im Kasseler und Paderborner Raum geworben. Wir wünschen uns, dass die Warburger kommen und auch einen Platz finden.

Was muss ich mitbringen, um überhaupt auf den Festplatz zu gelangen?

Erwachsene Besucher müssen eines der drei Gs nachweisen und einen Personalausweis zum Abgleich dabei haben. Das wird am Haupteingang zur Hüffertstraße hin auch kontrolliert.

Mein Kind wird regelmäßig in der Schule getestet. Benötige es am Eingang zur Oktoberwoche auch einen Ausweis?

Kinder bis 16 Jahre sind nicht ausweispflichtig, sie dürfen ganz normal mit ihren Eltern auf den Festplatz. Jugendliche ab 16 Jahren müssen einen Test haben und sich auch ausweisen können. In der Regel haben sie auch eine Bescheinigung der Schule, dass sie regelmäßig getestet werden.

Was macht der, der keinen aktuellen Test hat?

Direkt vor der Stadthalle steht das Testcenter. Dort werden zunächst in bis zu vier Boxen kostenlose Schnelltests angeboten. Bei Bedarf kann die Zahl der Testboxen verdoppelt werden. Das wird schnell gehen. Das Testpersonal hält sich bereit.

Gibt es eine jeweils aktuelle Benachrichtigung über ein Online-Portal, ob die maximale Besucherzahl auf dem Platz oder im Zelt bereits erreicht ist?

Leider ist es uns nicht gelungen, ein solches System zu installieren, weil das auch technisch nicht ganz einfach ist. Wir glauben aber, dass die 3000 Plätze auf dem Festplatz an den meisten Festtagen ausreichen werden.

Wenn es am Eingang eng wird, gibt es dann ausreichend Warteflächen an der Hüffertstraße?

Wartebereiche werden wir auf den Wiesen links und rechts des Eingangs ausweisen. Dort ist genügend Platz, dass ein Warten auf den Einlass gefahrlos möglich ist.

Wenn es in der Warteschlange am Fahrgeschäft eng wird, gilt dann die Maskenpflicht?

Ja, das ist notwendig – und zwar überall dort, wo der Abstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Also an den Kassen, auf den Toiletten und im Eingangsbereich.

Muss ich die Maske auch tragen, wenn ich im Musik-Express oder im Riesenrad sitze und fahre?

Auch hier gilt: Sind die 1,50 Meter nicht einzuhalten, ist die Maske zu tragen. In vielen Karussells ist der Abstand zwischen den Sitzen aber groß genug oder die Schausteller sorgen dafür, dass zum Beispiel nur jeder zweite Platz besetzt wird. Die Schausteller sind da erprobt. Die Oktoberwoche ist nicht ihre erste Kirmes in der Pandemie.

Am Samstag ist die Eröffnung im Bierzelt. Wer darf eigentlich dabei sein?

Jeder. Die Stadt hat ganz bewusst auf eine große Liste an Ehrengästen verzichtet. Eigentlich sind nur die Mitglieder des Stadtrates geladen. Wer also beim Anstich dabei sein will, ist herzlich eingeladen.

Wer an einem Wochenende einen Abend im Bierzelt verbringen will: Wie zeitig sollte er dort sein?

Hier gilt natürlich die Regel: Je früher, desto besser. Für die Abendveranstaltungen ist sicher zwischen 17 und 18 Uhr eine gute Zeit. Wer ins Bierzelt will, sollte sich bewusst sein, dass er durch zwei Schleusen muss – am Haupteingang und am Bierzelt. Das kann durchaus Zeit kosten.

Wann kann man einen Tisch reservieren?

Das ist unter der Woche problemlos möglich. Nur an den Samstagen und am Freitag nicht. An diesen besucherstarken Tagen ist eine Reservierung nur schwer umsetzbar. Reservierungen sind möglich unter der E-Mail info@meilenbrock.de.

Was ist, wenn ich einen Tisch im Zelt reserviert habe, aber nicht auf den Festplatz komme, weil die Grenze von 3000 Besuchern erreicht ist?

Wer reserviert hat, wird auch hereingelassen. Dann sprechen sich die Sicherheitsleute untereinander ab. Aber das wird wohl nicht einmal am Donnerstag, dem Behördentag, ein Problem werden. Wir rechnen nicht mit ernsthaften Schwierigkeiten.

Was passiert, wenn sich die Coronazahlen in der Oktoberwoche in Warburg deutlich verschlechtern?

Es gibt weder in der Coronaschutzverordnung noch in unserem Konzept eine Inzidenz-Obergrenze. Aber wir stehen natürlich im Kontakt mit Gesundheits- und Ordnungsamt. Wir glauben aber, dass unser Konzept einen sicheren Besuch des Festes ermöglicht, auch wenn die Zahlen entgegen aller Erwartungen klettern.

Oder besteht die Hoffnung, dass auch mehr Leute aufs Gelände gelassen werden, wenn sich die Zahlen deutlich verbessern?

Nein, auch das nicht. Unser Konzept ist so wie beschrieben auf neun Tage ausgelegt.

Fahren in diesem Jahr Sonderbusse in die Ortschaften?

Nein, Sonderfahrpläne sind aufgrund der zu erwartenden niedrigen Fahrgastzahlen nicht aufgelegt worden.

Wie sollen die Gäste nach einigen Urtyp denn nach Hause kommen?

Taxis fahren natürlich. Sie halten entgegen der sonstigen Gepflogenheiten an der Hüffertstraße auf der Busspur vor der Stadthalle. Außerdem fahren ja auch Busse bis in den Abend hinein in die Ortschaften. Da in der Woche ohnehin um 22 Uhr Schluss ist, ist es sicher eine gute Möglichkeit, den letzten Linienbus zu nehmen.

Im Bierzelt bekommt man an den Tanzabenden ein Armband, weil dann 2G gilt. Ist das Bändchen gleichbedeutend mit einem reservierten Platz im Zelt?

Nein, ist es nicht. Es gilt dort die 1000er-Grenze. Aber wer ein 2G-Bändchen hat, kommt natürlich schneller an den Sicherheitsleuten vorbei und dann auch wieder ins Zelt.

Gilt im Bierzelt eine Maskenpflicht, oder ist sie bei 2G am Wochenende und 3G in der Woche aufgehoben?

Im Bierzelt muss am Eingang, auf den Toiletten und bei Bewegungen im Zelt eine Maske getragen werden. Sonst nicht.

Gibt es im Bierzelt einen Thekenbetrieb oder muss ich am Tisch bleiben?

Ja, es gibt einen ganz normalen Thekenbetrieb. Dort muss auch keine Maske getragen werden, weil man auch an der Theke ja in der Regel seinen Platz einhält. Geht man einige Meter weiter, müsste man auf dem Weg dorthin eine Maske tragen. Wie praktikabel das ist, wird man sehen. Bei groben Verstößen soll das Personal aber einschreiten.

Gibt es ein Feuerwerk?

Ja, das Feuerwerk findet ganz normal statt. Wenn Zuschauer es an der Hüffertstraße oder vom Pausenhof des Hüffertgymnasiums aus sehen wollen, sollten sie auf den nötigen Abstand achten oder eine Maske tragen.

Zwei Frühschoppen stehen an den Sonntagen an. Gibt es dabei Freibier für Ehrenamtler?

Auf den Frühschoppen für das Ehrenamt mit Freibier muss in diesem Jahr verzichtet werden. Da würden einfach auch zu viele Besucher kommen. Bürgermeister Tobias Scherf hat aber schon angekündigt, dass er 2022 auf jeden Fall wieder stattfinden wird. Beim Frühschoppen der Brauerei am zweiten Sonntag wird es eine gewisse Menge Freibier für die Gäste geben.

Wird es auch eine Oktoberwochen-Verlosung geben?

Darauf mussten wir leider verzichten. Die Verlosung ist ja immer an die Eintrittskarten für die Gewerbeausstellung geknüpft. Da wir die Gewerbeschau nicht anbieten konnten, muss auch die Tombola ausfallen.

Am zweiten Wochenende ist zudem verkaufsoffener Sonntag. Wäre es da sinnvoll, Zeiten für den Besuch des Festgeländes zu reservieren, um mehr Bürgern die Gelegenheit zum Karussellfahren zu geben?

Das ist technisch schwierig und auch für einen Tag nicht zielführend. Wir hoffen, dass sich die Besucher an diesem Tag in der Stadt und auf dem Festgelände gleichmäßig verteilen, so dass es keinen Schwierigkeiten gibt.

Wer kontrolliert das eigentlich alles?

Wir haben einen Sicherheitsdienst mit etwa 15 Leuten. Außerdem sind das Ordnungsamt und die Polizei vor Ort.

Was passiert, wenn sich Besucher immer wieder bockig zeigen?

Wir werden beispielsweise bei Maskenverstößen immer wieder freundlich auf die Regeln hinweisen. Wirkt das nicht, gibt es verschiedene Stufen bis hin zum Platzverweis.

Wer überwacht die Schausteller und den Festwirt?

Das machen wir als Veranstalter auch über die Security. Aber die 55 Schausteller auf dem Platz sind erprobt. Die wissen aus verschiedenen Veranstaltungen in der Pandemie, worauf es ankommt. Und sie werden auch nichts riskieren. Alle haben zuvor auch unser Sicherheitskonzept zugesendet bekommen.

Daten und Fakten

Festdauer: Die 72. Warburger Oktoberwoche wird vom 2. bis 10. Oktober auf dem Schützenplatz gefeiert. Sie wird begleitet von einem kleinen Rahmenprogramm.

Corona-Auflagen: Auf das Festgelände dürfen insgesamt 3000 Besucher, darin sind auch die Beschäftigten auf der Festmeile enthalten. Ins Bierzelt dürfen 1000 Gäste. Es stehen aber auch fast 1000 überdachte Sitzplätze in den Biergärten zur Verfügung.

Öffnungszeiten: Die Festwoche öffnet am Samstag um 12 Uhr. Dann drehen sich schon die Karussells. Um 17 Uhr schlägt Bürgermeister Tobias Scherf im Festzelt das erste Fass Urtyp an. In der Woche sind Festmeile und Bierzelt bis 22 Uhr geöffnet, an den Wochenenden bis 2 Uhr nachts. Gestartet wird um 12 Uhr.

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