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40-jähriger Paderborner nach vielen Straftaten in Psychiatrie eingewiesen

Wegen Drogensucht ziemlich von der Rolle

Paderborn

Irgendwann war das Maß voll: Ein stadtbekannter Drogenkonsument musste sich seit März vor dem Paderborner Landgericht verantworten, weil er mutmaßlich eine ganze Reihe von Straftaten begangen haben sollte. Nach zweieinhalb Monaten fiel das Urteil: Der 40-Jährige bekam zwar eine Haftstrafe, wurde aber auch in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.

Ulrich Pfaff

Das Land- und Amtsgericht in Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Gleich zehn Mal sollte der langjährige Drogenkonsument das Gesetz gebrochen haben: räuberischer Diebstahl, Diebstahl mit Waffen, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – unter anderem. Im Detail verbargen sich hinter den Anklagepunkten teils skurrile, teils beängstigende Vorfälle: Mal sollte der Drogensüchtige einen Büstenhalter in einem Paderborner Geschäft gestohlen und sich gegen die Ladendetektive gewehrt haben, mal in einem Tabakladen versucht haben, sich mit massivem Druck auf die Verkäuferin Rauchproben zu schnorren. Jedoch gab es auch die Vorwürfe, einen Mann an einer Bushaltestelle mit einer Bierflasche niedergeschlagen zu haben, oder auch in einem Kiosk am Westerntor die Mitarbeiterin unter Vorhalt eines Messers davon abzuhalten, ihn zu verfolgen, weil er eine Getränkedose geklaut hatte.

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