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Museum in Steinheim blickt auf fünfjähriges Bestehen zurück – neue Ausstellung zum Geburtstag

Welt der Teddys fasziniert alle Generationen

Steinheim

Das Teddy- und Puppenmuseum feiert sein fünfjähriges Bestehen. Teddymutter Annegret Dreßel blickt bereits jetzt auf eine bewegte Geschichte zurück – es ist eine echte Erfolgsgeschichte in der Emmerstadt.

Teddymutter Annegret Dreßel bietet in ihrem Museum unter anderem auch Steinheimer Spezialitäten an. Foto: Ralf Brakemeier

Bereits zur Eröffnung am 5. März 2017 zogen etwa 1500 Bären, 400 Puppen und eine Puppenstube nach einer dreimonatiger Renovierungszeit in das Fachwerkhaus in der Höxterstraße, das früher die Gaststätte „Alt Steinheim“ war, ein.

Eine öffentlich zugängliche gezeigte Sammlung von seltenen, alten und einzigartigen Ausstellungsstücken ist in Ostwestfalen einmalig. Seit Anbeginn und Öffnung der Türen in das kleine Paradies sind 3500 Besucher in das Teddy- und Puppenreich gekommen. „Was sich leider durch die Pandemie reduzierte. Durch positive Berichte auf vielen Kanälen kamen in den letzten Jahren jedoch insgesamt Besucher aus sehr vielen Bundesländer nach Steinheim. Selbst Gäste aus dem Ausland konnten wir begrüßen“, erzählt Annegret Dreßel.

Im Laufe dieser fünf Jahren wuchs das Teddy und Puppenmuseum immer weiter an – so dass es bis heute schon über 6500 Teddys und 750 Puppen vorweisen kann. Zusätzlich sind auch in den Jahren seltene und umfangreiche Puppenhäuser in die Ausstellungsräume gekommen. Eine kleine Sammlung von Spieluhren ergänzt die Vielfalt. Die Bären wiederum werden auf 228 Quadratmetern unterschiedlich dargestellt. Themenbereichsbären von Berufen, Werbungsbären, Sportbären und viele weitere Kategorien sind zu bestaunen. Marken wie Steiff, Schildkröt, Hermann oder Martin sind neben Künstlerbären von Ursula Gehlmann, Margot Bauer, Ulla Hartstrang, Ika Wagner Heinze und Babara Neugebauer vertreten.

„Eine garantierte Stückzahl von mehr als 2500 Teddybären, 450 Puppen und Puppenhäuser sind immer präsent. Jedes Quartal wird eine Ausstellung von Teddybären im Museum dargestellt. So wird zum Geburtstag eine Ausstellung von Teddybären der Künstlerin Ursula Gehlmann liebevoll präsentiert“, betont Dreßel.

Diese Sammlung stammte aus dem Besitz von Heike Bitzer aus Gießen, die bereits verstorben ist. „Sie verliebte sich in die Teddybären der Künstler Gehlmann, Schmider und Hermann. Diese Bären sind alle in Handarbeit gefertigt worden und teilweise streng limitiert. Kurz vor ihrem Tod wünschte Sie sich, dass ihre Sammlung zusammenbleibt.“ Nun haben diese Teddys in Steinheim ein neues Zuhause gefunden. Die Ausstellung geht von diesem Samstag bis zum 15. Mai.

„Es ist eine von vielen Aktionen, die uns in den fünf Jahren begleitet haben. Wir erinnern uns gerne auch an unsere Wolle-Aktion, bei der aus 25 Städten in Ostwestfalen 3000 Wollflicken gestrickt, gehäkelt und genäht wurden. Diese Flicken wurden dann zusammengenäht und als Baumverkleidung, Bezüge für unsere Außenbestuhlung oder als Dekoration verwendet. Diese sind heute noch sichtbar“, erzählt Annegret Dreßel.

Zu den Weihnachtstagen startet außerdem jährlich die Aktion „101 Teddybären“. Hier wird für 101 Teddybären von Frauen in Heimarbeit ehrenamtlich Kleidung angefertigt. Angezogen werden diese dann in der Weihnachtszeit an gemeinnützige Institutionen verschenkt. Neben wiederkehrenden Märkten zu Ostern, Weihnachten und Frühling locken weitere Aktionen jedes Jahr die Besucher an: Mensch-Ärger-Dich-nicht-Turnier, Muttertags Café, Kinderferienspaß, Bastelkurse. Beliebte Veranstaltungen waren unter anderem Lesungen von Autorinnen aus der Region und Musikdarbietungen von Künstlern aus Ostwestfalen. „Auch Einbindung in Angebote der Stadt wie zum Reineccius-Markt mit einer langen Museumsnacht sind weitere Höhepunkte.“ Und auch eine ambulante Station wurde mit eingebunden. Teddybär Mutter Annegret Dreßel versorgt dort als Teddy- und Puppendoktor die eingelieferten Patienten. Durch chirurgische Eingriffe sind viele Patienten erfolgreich geheilt und zurück in die Familien gekehrt.

2019 wurde das Museum beim Reineccius-Markt außerdem mit dem Heimatpreis ausgezeichnet – ein Zeichen, wie wichtig die Einrichtung für Steinheim ist. Und auch auf die Pandemie hat man laut Dreßel schnell reagiert: „Wir haben zusätzlichen Platz geschaffen, um Kleinigkeiten in einem Geschenkshop zu verkaufen. Es gibt Teddybären, Puppen, Figuren, handangefertigten Schmuck, regionale Lebensmittel, Wollartikel und Geschenkideen. Dieser Verkauf dient dem Erhalt des Museums. Außerdem gibt es einen Internetshop unter www.geschenkeshop-akd.de.“

„Unsere Erfolgsgeschichte wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht zahlreiche Mitglieder, ehrenamtliche Menschen und Mitarbeiter sich so mit Herz und Seele zu diesem Teddy- und Puppenmuseum bekannt hätten“, sagt Annegret Dreßel.

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