1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Weniger Personen auf Intensiv, viel mehr in Quarantäne

  6. >

Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Freitag, 22. Oktober

Weniger Personen auf Intensiv, viel mehr in Quarantäne

Paderborn

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation ist im Kreis Paderborn um drei gesunken. In Quarantäne sind mittlerweile wieder 1445 Personen. Entgegen dem Landes- und Bundestrend ist die Inzidenz am Freitag etwas gesunken. Nur in Bad Wünnenberg steht aber weiterhin die 0.

- -

Blick auf das Corona-Dashboard des Robert-Koch-Instituts: Der Kreis Paderborn gehört zu den Regionen Deutschlands mit einer niedrigen Inzidenz.

Für den Zeitraum von Donnerstag bis Freitag (jeweils 11 Uhr) hat die Paderborner Kreisverwaltung am Freitag 21 Corona-Neuinfektionen bekannt gegeben, in der vergangenen Woche waren es für den gleichen Zeitraum 18. Den Angaben zufolge sind 17 weitere Erkrankte genesen. Derzeit gelten 248 Menschen offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Am Vortag waren es 245.

Die 248 aktiven Fälle verteilen sich wie folgt: Paderborn 119, Delbrück 51, Bad Lippspringe 23, Salzkotten 19, Hövelhof 11, Altenbeken 8, Lichtenau 6, Borchen 5, Büren 4, Bad Wünnenberg 2.

Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, steigt weiter stark an – von 1207 auf nun 1445 gestiegen. So viele waren es zuletzt vor fünf Wochen.

23 Corona-Patienten werden im Kreis Paderborn derzeit im Krankenhaus behandelt, 11 von ihnen intensivmedizinisch. Am Vortag waren es 14 von 26.

22. Oktober 2021: Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn im Überblick. Foto: Kreis Paderborn

Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW und das Robert-Koch-Institut haben am Freitagmorgen für den Kreis Paderborn eine Wocheninzidenz von 35,4 ausgewiesen (Datenstand: 0 Uhr), was 109 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen entspricht. Beim LZG sind am Donnerstag 27 Corona-Fälle aus dem Kreis Paderborn neu in die Statistik eingeflossen, davon datierte die Landeseinrichtung in Bochum 19 auf den Donnerstag selbst (2 Nachmeldungen; siehe unten: Melde- und Übermittlungsverzug). Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 36,6, am Freitag vor einer Woche bei 32,8 und vor einem Monat bei 51,6. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. 162 Todesfälle sind in Verbindung mit einer Infektion seit Pandemiebeginn im Kreis Paderborn zu beklagen. Der letzte Fall wurde am 25. September gemeldet.

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am 22.10. bei 61 (Vortag: 57,1) und in Deutschland bei 95,1 (85,6). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 78,4 (Vortag: 74,8) – Hochsauerlandkreis 44 (43,6) – Höxter 68,7 (49,4) – Lippe 105,8 (96,3) – Soest 56,5 (44,5).

Der Kreis Paderborn veröffentlicht auf seiner Website (hier geht es direkt zum Dashboard) für die Städte und Gemeinden „kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen“ (22. Oktober, 11 Uhr): Altenbeken 43,9 (Vortag: 11) – Bad Lippspringe 79,2 (85,3) – Bad Wünnenberg 0 (0) – Borchen 14,8 (14,8) – Büren 14 (14) – Delbrück 65,5 (74,9) – Hövelhof 30,8 (37) – Lichtenau 19 (19) – Paderborn 40,2 (37,5) – Salzkotten 20 (20).

Blick auf die Altersverteilung

Nach Angaben des LZG sieht die Inzidenz im Kreis Paderborn wie folgt bei den verschiedenen Altersgruppen aus (Datenstand: 21.10., 0 Uhr).

0 bis 4 Jahre: 12,8

5 bis 9 Jahre: 33,4

10 bis 14 Jahre: 61,2

15 bis 19 Jahre: 43,3

20 bis 24 Jahre: 52,4

25 bis 29 Jahre: 41,7

30 bis 34 Jahre: 37

35 bis 39 Jahre: 35,5

40 bis 44 Jahre: 65,7

45 bis 49 Jahre: 43,5

50 bis 54 Jahre: 17,4

55 bis 59 Jahre: 33,3

60 bis 64 Jahre: 28,2

65 bis 69 Jahre: 11,6

70 bis 74 Jahre: 31,9

75 bis 79 Jahre: 30,3

80 bis 84 Jahre: 9,6

85 bis 89 Jahre: 39,1

über 90 Jahre: 37,6

Mobile Impfaktion

Am Sonntag, 24. Oktober, können sich alle ab 12 Jahren in der Syrisch-Orthodoxen-Kirche Mor Malke in Delbrück, Südstraße 37, von 10 bis 15 Uhr impfen lassen.

Am Montag, 25. Oktober, können sich alle in den barrierefreien Räumlichkeiten des DRK-Kreisverbands an der Neuhäuserstraße 62-65 in Paderborn von 15-20 Uhr impfen lassen.

Angeboten werden jeweils die Impfstoffe von „Biontech“ (ab 12) und „Johnson & Johnson“ (ab 18) – solange der Vorrat reicht. Mitzubringen ist ein Lichtbildausweis, die Krankenversicherungskarte und (sofern vorhanden) der Impfpass.

Hintergrund

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19: www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem eine Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen und eine Schnelltest-Seite inklusive Teststellen www.kreis-paderborn.de/schnelltest erstellt.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung, und hier das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona,die ab dem 19. Oktober 2021 gültige Fassung der Coronaschutzverordnung als PDF (gültig bis 29. Oktober).

Wie berichtet, werden bei der Bewertung der Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen seit dem 11. September auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt (www.lzg.nrw.de/inf_schutz/corona_meldelage). Konkrete Grenzwerte für die neuen Indikatoren legte die Schutzverordnung nicht mehr fest. Zu den wichtigsten Neuregelungen, die ab Oktober gelten, informiert das NRW-Gesundheitsministerium hier.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.“

Startseite
ANZEIGE