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Wissenschaftlerinnen untersuchen das paderbörnische Platt und veröffentlichen die Ergebnisse

Wenn das Mäken auf dem Guul sitzt

Paderborn

„Höpper“ nannten die Paderborner den Frosch, „Mäken“ ein Mädchen. Und wenn es im Winter eiskalt war und sich die Bauern die Ohren warmrieben, sagte man in Haaren: „In Haaren hat de Boen de Oen verfroren“, während es im nicht weit entfernten Leiberg hieß: „In Leiberch hat de Buen de Uen verfruen“. Die Beispiele zeigen: Das paderbörnische Platt wirkt wie aus der Zeit gefallen und konnte sogar von Dorf zu Dorf unterschiedlich sein. Wie unsere Vorfahren gesprochen haben, beschreiben Doris Tophinke, Nadine Wallmeier und Marie-Luis Merten in dem Buch „Das paderbörnische Platt: Niederdeutsch im Gebiet der Kreise Paderborn und Höxter“.

Von Dietmar Kemper

Nadine Wallmeier (links) hat ein paar Worte im paderbörnischen Platt an die Tafel geschrieben, Doris Tophinke zeigt das Buch über die Mundart. Foto: Jörn Hannemann

Es ist im Aschendorff-Verlag in Münster als dritter Band der Reihe zu westfälischen Mundarten erschienen. Doris Tophinke ist Professorin für Allgemeine und germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Paderborn und erforscht das Niederdeutsche in Geschichte und Gegenwart. Die Germanistin Nadine Wallmeier arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Dialektatlas Mittleres Westdeutschland (DMW)“ mit, in dem die Universitäten Paderborn, Bonn, Münster und Siegen Dialekte in NRW, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz lokalisieren und auswerten. Marie-Luis Merten wiederum befasste sich in Paderborn bis zu ihrem Ruf an die Universität Zürich mit der Grammatik des Niederdeutschen.

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