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Met-Saison beginnt im Warburger Cineplex – Mussorgskis „Boris Godunow“ am 9. Oktober zum Auftakt

Wenn die Opern ins Kino kommen

Warburg

Nach einer langen coronabedingten Pause seit März 2020 öffnet die New Yorker Metropolitan Oper endlich wieder ihre Pforten mit neuen Gesichtern und neuen Ambitionen. Damit startet auch die preisgekrönte Veranstaltungsreihe „Met Opera live im Kino“ in eine neue Saison im Warburger Cineplex.

Ob Cendrillon, Cinderella Foto: Ken Howard

(WB). „Dies ist die fünfte Staffel, an der wir in Warburg teilnehmen, inklusive der Staffel im Corona-Jahr, in der leider nur wenige Übertragungen stattgefunden haben“, berichtet Kinobetreiberin Ute Schlinker. Umso mehr freue man sich, dem Publikum nach rund eineinhalb Jahren wieder ein Live-Event aus der Met präsentieren zu dürfen.

Das Programm wartet in der Saison 2021/22 ab Oktober wieder mit zehn abwechslungsreichen Opern und den berühmtesten Opernstars der Welt auf.

Das Programm

Im Saisonauftakt am 9. Oktober wiederholt Bass René Pape, der Boris unserer Tage, in Modest Mussorgskis „Boris Godunow“ seine überwältigende Darstellung des gequälten Zaren, der zwischen krankhaftem Ehrgeiz und lähmender Paranoia gefangen ist. Sebastian Weigle dirigiert Mussorgskis Meisterwerk, eine Säule des russischen Repertoires, in seiner ursprünglichen Fassung von 1869.

Es folgt ein historischer Meilenstein der Met: Am 23. Oktober wird die erste Oper eines schwarzen Komponisten, „Fire shut up in my Bones“, bei „Met Opera live im Kino“ zu sehen sein. Der amerikanische Jazzkomponist und Trompeter Terence Blanchard, sechsfacher Grammy-Gewinner, beschert seiner Oper breite musikalische Monologe, Gospelchöre und unvorhersehbare Melodien. Am Pult steht der musikalische Direktor der Met, Jannick Nézet-Séguin. Das Libretto von Kasi Lemmons erzählt, basierend auf Charles M. Blows bewegenden Memoiren, die anrührende und tiefgründige Geschichte eines jungen Mannes, der seine Stimme erst findet, nachdem er sich mit seiner schmerzhaften Vergangenheit auseinandergesetzt hat.

Im Dezember trägt der aufstrebende amerikanische Komponist Matthew Aucoin den altgriechischen Mythos um „Eurydice“ mit einer faszinierenden neuen Version ins 21. Jahrhundert, während der erste Tag des neuen Jahres 2022 mit Jules Massenets „Cinderella“ poetisch und märchenhaft wird.

Klassisch geht die Saison im Januar und März 2022 weiter mit Verdis „Rigoletto“ und Startenor Piotr Beczala, der mit „La donna è mobile“ eine der wohl berühmtesten Opernarien anstimmt, Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ mit der beeindruckenden jungen Sopranistin und Shooting Star Lise Davidsen sowie mit der zweiten Verdi-Oper der Saison, „Don Carlos“, in einer monumentalen Neuinszenierung von Sir David McVicar und nicht zuletzt mit Giacomo Puccinis „Turandot“ mit der großartigen Anna Netrebko und mit „Nessun dorma“, einer der beliebtesten Arien der Opernliteratur.

Mit Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ geht es am 21. Mai bei „Met Opera live im Kino“ weiter mit einer Oper, die bei ihrer Uraufführung 1835 einer der größten Triumphe war, den das neapolitanische Theater je erlebt hatte. Großen Anteil an diesem bis heute anhaltenden Erfolg hatte Lucias berühmte Wahnsinnsarie, eine der berührendsten Opernszenen überhaupt. Einen ganz besonderen Abschluss der „Met Opera live im Kino“-Saison bildet am 4. Juni die fesselnde zeitgenössische Oper „Hamlet“ von Brett Dean in Neil Armfields gefeierter Inszenierung.

Kartenvorverkauf läuft

Die neue Saison wird in Deutschland und Österreich auf mehr als 200 Leinwände übertragen.

Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Tickets gibt es für 28,50 Euro im Cineplex Warburg, Obere Hilgenstock 30. Reservierungen von Montag bis Freitag (9 bis 13 Uhr) unter Telefon 05641/740888 sowie rund um die Uhr im Internet unter www.cineplex.de/warburg/ oder www.metimkino.de.

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