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„Wutschweiger“ wird zuerst in der Gesamtschule Elsen gespielt

Wenn Jugendliche nur sich selbst haben

Paderborn

Nach dem Klima befasst sich die Kinder- und Jugendtheatersparte des Paderborner Theaters in der neuen Spielzeit mit Demokratie. Den Anfang macht das Stück „Wutschweiger“, in dem es um Kinderarmut geht, die bekanntlich die Teilhabe junger Menschen am gesellschaftlichen Leben massiv einschränkt. Das Zwei-Personen-Stück der belgischen Autoren Jan Sobrie und Raven Ruëll hat am Donnerstag, 9. September, Premiere in der Gesamtschule Elsen und steht ab Ende des Monats auch auf dem Spielplan im Theater.

Von Dietmar Kemper

Veronika Wider und Kai Benno Vos spielen die Hauptrollen in dem Jugendtheaterstück „Wutschweiger“, das mobil in Schulen und stationär im Studio aufgeführt wird. Foto: Tobias Kreft

„Es passiert zu wenig, dass ein Thema aus der Sicht von Kindern erzählt wird, denn deren Wahrnehmung ist so wichtig, um zu erkennen, wo angesetzt werden muss“, beschrieb die niederländische Regisseurin Frances van Boeckel am Freitag bei der Vorstellung von „Wutschweiger“ eine der Besonderheiten des Stücks. In ihrer ersten Arbeit in Paderborn geht es um das fehlende Geld für einen Schulausflug, um Raumnot, Hunger, das Abschalten von Strom, um Verzweiflung, Neid, Scham und das Wegträumen in eine andere, bessere Welt. Und wie es der Titel des Stücks nahelegt, geht es nicht zuletzt um Wut.

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