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Wenn Familienhunde zur Jagd blasen und Wild reißen – Hegeringleiter aus Werther und Halle beklagen hohe Dunkelziffer – Seminar kann Abhilfe schaffen

Wer nicht hören will, bleibt an der Leine

Werther

Die Felder sind abgeerntet, die Versteckmöglichkeiten für Reh, Hase und Co. im Maisfeld oder auf saftigen Wiesen werden rar zum Winter hin. Was häufig zu einem Problem führt: Während Wildtierunfälle im Straßenverkehr registriert werden, nämlich durch die Polizei und den jeweiligen Jagdverband, werden die häufigen Vorfälle durch jagende Familienhunde nicht erfasst.

Von Sandra Homann

Ja, auch so ein harmloses Exemplar wie Pudel Kalle kann Wild aufstöbern. Foto: Sandra Homann

„Die Dunkelziffer der Hetzjagd oder auch des erfolgreichen Erlegens ist immens hoch und schwer zu beweisen“, berichtet der Haller Hegeringleiter und Tierarzt Dr. Volker Janssen. „Man entdeckt schon ab und an Spuren, findet auch mal einen Kadaver; aber wer dafür verantwortlich ist, lässt sich nur schwer herausfinden. Da der Wolf schon bis in die Senne vorgedrungen ist und es auch in Harsewinkel bewiesene Wolfsrisse gab, nehmen wir manchmal Proben, um die DNA prüfen zu lassen“, erklärt Dr. Janssen. In der Regel ist es wahrscheinlich doch der unangeleinte Hund, der ein Wildtier aufgestöbert hat und es jagt und erlegt.

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